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Ein Motorrad erzählt seine Geschichte 1983 stellte Yamaha die erste Tenere der Öffentlichkeit vor. Ein
Motorrad, gebaut für abenteuerlustige Weltenbummler und die, die es gerne
sein wollten. Die verkaufstreibenden Tugenden der damaligen XT600Z
waren enorme Belastbarkeit von Motor und Fahrwerk, sowie der hohe
Langstreckenkomfort. Neben zahlreichen Weltenbummlern wurde die Tenere
bzw. Super Tenere
auch einige Male erfolgreich bei der Rallye Paris Dakar eingesetzt.
Im Jahr 2008 kommt die Tenere nach gut 8 Jahren Pause in der
mittlerweile dritten Generation erneut auf den Markt. Yamaha bricht beim
neuen Modell nicht mit der Tenere Tradition und verspricht hohen
Fahrspass mit Zuverlässigkeit und Komfort.
Bei der Neuauflage der Tenere wurde Wert darauf gelegt ein Motorrad zu
bauen, mit dem man sowohl in der Stadt als auch in den tiefsten
Steinwüsten Marokkos auf seinen Fahrspaß kommt. Und genau dort wurde die
neue Tenere von uns ausprobiert.
Der erste Kontakt
Die Tenere lässt vom ersten Moment an keine Zweifel offen, dieses
Motorrad wurde konzipiert um die Welt, oder zumindest einen Teil von
ihr, zu entdecken. Rundum mit Kunststoff Protektoren versehen, gibt sie
klar zu verstehen, dass eine Weltumrundung nicht an Ihr scheitern wird.
Und tatsächlich, bei der Präsentation in den Steinwüsten Marokkos legte
ein polnischer Journalist die Tenere bei 70 Sachen ganz grob nieder, an
der Tenere konnte man keine gravierenden Schäden entdecken, lediglich
ein paar kleinere Kratzer an den Protektoren. Kein verbogener Lenker
oder zerstörter Spiegel, kein eingedellter Tank oder Endtopf,
"lediglich" eine gebrochene Hand am polnischen Kollegen. Neben all
den für eine große Reise sinnvollen Teilen, wie den Protektoren oder dem
Windschild, das auch noch bei einem Topspeed von 175 Km/h einen
hervorragenden Schutz vor Wind, Regen und Staub bietet, wurde nicht auf
die Optik vergessen. Eine wunderschöne schwarze Aluschwinge, schwarze
Speichenräder und ein fesches Heck mit LED Leuchten verleihen dem
Motorrad einen attraktiven Auftritt. Ungewohnt mag für viele noch die
gewagte Front sein - mal sehen wie das Bild der Tenere auf unseren
Strassen im echten Leben
ankommt. Gaswheely im Einser geht problemlos
Auch wenn es für das potentielle Tenere Klientel wenig bis gar nicht
ausschlaggebend ist, beschert mir das erhobene Vorderrad ein Lächeln im
Gesicht.
Brutale Einzylinderpower darf man sich aber vom 48 PS und 58 NM starken 660ccm
Aggregat bei einem Trockengewicht von 183 Kg nicht erwarten. Auf lange
Gewalttouren getrimmt wurde scheinbar auch der Drehmomentverlauf der XT
660Z. Schön gleichmäßig ohne Löcher oder plötzliche Spitzen,
überfordert der Motor nicht und verzeiht sehr viel.
Für Fahrer, die dann doch gerne etwas mehr hätten, legt Yamaha einen
netten Accessoires Katalog bei, in dem sich hübsche Akrapovic Töpfe
finden, welche die Leistung bei einem wirklich herzerwärmenden Sound
steigern.
Wirklich Mühe gegeben haben sich die Entwickler beim Thema
Spritverbrauch. Mit dem 23 Liter fassenden Tank wird eine Reichweite von
460 Km angegeben, was laut tagelangen Berechnungen von Mag. KOT einen
Durchschnittsverbrauch von 5 Liter/100km ergibt. |