Nervenkrieg am Hungaroring. Sendlhofer vs. Rolo Resch. Mayerhofer siegt beim Yamaha Cup. Grammer nach wie vor unschlagbar.
RTS Weekeend Hungaroring
2008
Es war ein gutes Wochenende am
Hungaroring. Die Starterfelder waren attraktiv gefüllt. Der Wetterbericht war
lausig, doch das Wetter war perfekt. Am Freitag bei 35 Grad schon etwas zu
perfekt.
RTS Weekend
1000PS Video
Wir filmten fleißig und unsere Kamerafrau
Karoline bekam ziemlich alles vor die Linse was Motorradrennen so ausmachen.
Harte Zweikämpfe, ein Sturz und der obligatorische Boxengassentratsch. Nicht
verpassen!
Wer sich das Video auf seinen Computer downloaden möchte,
klickt mit der rechten Maustaste
hier und wählt "Ziel speichern unter".
Start in der 600er Klasse. Tom Moser riskiert nichts und hält
sich noch zurück. Chris Ljubi riskiert schwer und geht zu Boden.
Bei
den 1000ern machte zu Beginn Ulbing gewaltig Druck. Doch die Formkurve von
Roland Pühringer steigt heuer steil nach oben und er siegte am Ende mit 5
Sekunden Vorsprung vor dem Rest der Bridgestone-Racer.
Suzuki Fans am
Streckenrand.
Roland Pühringer
nach dem Rennen.
Mit in
der Suzuki Box als Entertainer: Roland Resch! Bei der GSX-R Challenge war er
nicht am Start, er konzentrierte sich auf die Superstock 1000 ÖM (siehe unten).
Photo: Alex Hlavac.
Ergebnis Bridgestone Cup / GSX-R Challenge 650ccm
Pos.
St.Nr.
Name
Klasse
Abstand
Beste Zeit.
1
655
Adi Kernstock
Br-650
-
2:00.425
2
171
Berghammer Thomas
Br-650
6.499
2:00.730
3
16
Michael Witzeneder
Br-650
1.474
1:58.724
4
51
Moser Thomas
Suzuki-650
0.464
2:00.734
5
21
Juranitsch Matthias
Suzuki-650
2.057
2:00.809
6
61
Konrad Reinhold
Br-650
2.814
2:01.123
7
47
Bammacher Gerhard
Suzuki-650
7.539
2:02.802
8
71
Hörtinger Gerhard
Suzuki-650
4.527
2:01.637
9
222
Solbrig Jirka
Suzuki-650
2.258
2:03.330
10
5
Ömmer Johann
Suzuki-650
9.522
2:02.726
11
90
Bernhard Koch
Br-650
4.130
2:04.873
12
49
Gruber Franz
Suzuki-650
0.527
2:05.144
13
96
Karl Unterlechner
Br-650
13.435
2:06.640
14
684
Hermann Stöbich
Br-650
0.041
2:06.113
15
120
Mrak Andreas
Suzuki-650
1.123
2:06.095
16
514
Schnatterbeck Andreas
Suzuki-650
4.393
2:06.717
17
66
Schrammel Christian
Suzuki-650
6.642
2:08.039
18
72
Haberl Guido
Suzuki-650
1.600
2:07.218
19
50
Ömmer Martin
Suzuki-650
0.060
2:06.964
20
688
Bernhard Feldinger
Br-650
6.940
2:09.071
21
173
Tamas Kocsis
Br-650
5.474
2:08.777
22
43
Pirklbauer Daniel
Suzuki-650
0.891
2:09.884
23
85
Gerhard Wedeschnik
Br-650
5.557
2:09.587
24
14
Novak Walter
Suzuki-650
28.535
2:14.460
25
89
Mocker Wolfgang
Suzuki-650
1 Runde
2:27.963
26
1
Ljubi Christoph
Suzuki-650
7 Runden
-
In der 600er Klasse ist Tom Moser auf
Nummer Sicher gefahren. Die Gesamtwertung hat er mit einem 4 Platz fix
im Sack und überließ die Führungsarbeit den anderen Piloten. Am schnellsten war
zwar Michael Witzeneder, aber wegen eines Regelverstoßes bekam er 20
Strafsekunden raufgerechnet und so ging der Sieg an Adi Kernstock vor Thomas
Berghammer. Vorjahressieger Chris Ljubi stürzte leider schon in Kurve 3 und
konnte so beim Geschehen an der Spitze nicht mitreden.
In der 1000er Klasse hat sich Roland
Pühringer heuer gewaltig gesteigert. Mit 1:57er Zeiten ist er im Moment zu
schnell für den Rest der Meute. Beim Punktesammeln war heuer jedoch Sepp Ulbing,
diesmal auf Rang 2 im Bridgestone Cup, konstanter. Der Gesamtsieg wird ihm wohl
nicht mehr zu nehmen sein.
Eine neue Rangordnung im Lager der
Monsterpiloten bahnt sich ebenfalls an. Bisher waren Ernstl Grabner und Wolfgang
Hüttner immer die schnellsten und Günter Dorner folgte mit Respektabstand. Doch
General Dorner trainierte fleißig und zeigte beim Bridgestone Cup Ernstl Grabner
schon 2x das Vorderrad. Für das Ducati-Challenge Rennen am Sonntag war somit
klar: Es wird einen Dreikampf um die Monsterkrone geben.
Ergebnis Bridgestone Cup / GSX-R Challenge 1000 ccm
Pos.
St.Nr.
Name
Klasse
Abstand
Beste Zeit.
1
44
Pühringer Roland
Suzuki+650
-
1:57.463
2
120
Josef Ulbing
Br+650
5.714
1:58.112
3
275
Koch Manfred
Suzuki+650
6.854
1:58.451
4
100
Reinhard Kehrer
Br+650
11.225
2:00.579
5
64
Weber Christian
Br+650
3.760
2:00.173
6
21
Hubert Mandl
Suzuki+650
0.463
2:00.538
7
131
Walter Lanzinger
Br+650
5.043
2:00.730
8
7
Peter Schoibl
Br+650
22.269
2:03.282
9
11
Wolfgang Biegler
Br+650
0.306
2:04.169
10
710
Hafner Werner
Suzuki+650
5.632
2:04.960
11
406
Ernst Grabner
Br+650
11.411
2:06.004
12
137
Günter Dorner
Br+650
0.254
2:06.120
13
777
Phillip Felsinger
Br+650
0.788
2:06.246
14
66
Berthold Schaubmayer
Suzuki+650
21.572
2:07.534
15
56
Gabor Kapetz
Br+650
5.504
2:08.156
16
23
Theo Klais
Br+650
19.577
2:11.410
17
5
Manfred Dorner
Br+650
0.483
2:11.234
18
46
Herzog Jürgen
Suzuki+650
1 Runde
2:17.352
19
33
Harald Karl Durlacher
Br+650
0.160
2:17.320
20
38
Johannes Kemmer
Br+650
2 Runden
2:00.016
Supersport
Diesmal gab es wieder ein würdiges Starterfeld in der Klasse
Supersport. Yamaha Cup und Kawasaki Cup Piloten verstärkten das Feld.
Kampf an der Spitze. Bertl K. riskiert außen und vollstreckt.
Erich Kopatschka am Ende knappe 2 Zehntel hinter Kemmer.
Adi Kernstock sammelte an diesem Wochenende fleißig Pokale
mit seiner Kawasaki ZX-6R. Platz 3 im Kawasaki Cup, Platz 3 hier im Supersport
Rennen und Sieg im Bridgestone Cup. Adi fuhr heuer eine konstante Saison und
konnte sich somit schon vorzeitig den Titel in der Klasse Supersport sichern.
Am Podest: Sieger Herbert Kemmer vor Erich Kobatschka und Gesamtsieger Adi
Kernstock.
Pos.
St.Nr.
Name
Abstand
Beste Zeit.
1
35
Herbert Kemmer
-
1:57.969
2
21
Kobatschka Erich
0.213
1:57.962
3
655
Kernstock Adi
5.772
1:58.235
4
662
Schossmann Lukas
7.405
1:59.105
5
13
Schmall Christian
1.496
1:58.660
6
9
Baumrock Herbert
8.923
1:59.540
7
63
Nagy Zoltan
7.597
1:59.322
8
669
Singer Gerd
4.079
2:00.218
9
12
Maitz Christian
21.201
2:01.013
10
764
Schafzahl Hannes
1.243
2:02.279
11
72
Herbert Gaiswinkler
4.890
2:02.440
12
41
Weber Christian
0.636
2:03.068
13
710
Schnabler Rene
1.178
2:02.929
14
611
Jürgen Schweizer
15.254
2:04.370
15
891
Dominik Kopper
0.464
2:04.429
16
219
Hajto Christian
0.643
2:04.439
17
47
Kranjec Roland
10.272
2:04.670
18
666
Nils Müller
4.587
2:04.665
19
684
Hermann Stöbich
0.630
2:04.853
20
619
Herbert Obermair
4.483
2:05.156
21
688
Feldinger Bernhard
9.813
2:05.956
22
56
Schwab Erwin
0.650
2:06.348
23
157
Roberto Bragatto
0.197
2:05.878
Kawasaki Cup
Das Rennen begann wie immer. Klaus Grammer übernahm die Führung und gab das
Tempo vor.
Im Mittelfeld die Duelle der üblichen Bekannten. Michael Ranak hatte Erwin
Pirger und Michael Lang diesmal gut im Griff.
Doch dann legt Gutzelnig eine perfekte Runde hin und geht an Grammer vorbei.
Grammer weiß zwar um seinen komfortablen Vorsprung in der Gesamtwertung
bescheid, doch der Ehrgeiz packte ihn in der Bremszone dann doch wieder. Grammer
schlug zurück und siegte mit 2 Zehntel Vorsprung vor Gutzelnig.
Das ewige Duell um Rang 3: Lukas Schossmann gegen Adi Kernstock. Auch diesmal
wieder hatte Adi am Ende die Nase vorne. Doch Schossmanns Zeit wird kommen. Bald
wird er Pokale ernten.
Bild links: Reinhold Gutzelnig ist mit 50 Jahren
immer noch vorne mit dabei. Nur Klaus Grammer vermasselt ihm den totalen Triumph
in der Comeback-Story des Jahres. Klaus Grammer: "Der Gutz hat mich in meinem
Leben schon so oft hergebrannt - ich bin froh, mich nun revanchieren zu können."
In der Kawasaki Cup Gesamtwertung führt Grammer
uneinholbar vor Gutzelnig. In der Teamwertung ist dann für Gutzelnig alles in
Ordnung. Denn hier startet er gemeinsam mit Grammer im starken Team Lietz.
Zusammen mit mit den jungen Racern Schossmann, Auer und Schweizer werden sie
sich den Hauptpreis, eine neue ZX-10R, beim Finale in Brünn abholen.
Die üblichen Verdächtigen stürmten in der Klasse Superbiker
nach vorne. Rene Veit übernahm die Führungsarbeit und wehrte auch einige
Angriffe von Ulbing ab. Sepp Unger schnappte fuhr mit seiner R1 auf Rang 3 und
holte einen weiteren Pokal für die MPU Sammlung.
Das Superbike Podest:
Titelverteidiger Rene Veit vom Bertl K. Racing Team vor Sepp
Ulbing und MPU Buss Josef Unger.
Pos.
St.Nr.
Name
Abstand
Beste Zeit.
1
36
Veit Rene
-
1:56.127
2
120
Ulbing Josef
1.022
1:56.024
3
3
Unger Josef
4.354
1:56.510
4
131
Lanzinger Walter
34.758
1:58.090
5
47
Manfred Waschnig
26.273
2:01.562
6
29
Alessio Pasqualetti
5.568
2:01.941
7
92
Eder Gerhard
10.906
2:02.109
8
6
Fabricio Bengamasco
0.564
2:01.423
9
46
Stefano Gottardo
0.096
2:02.348
10
406
Grabner Ernst
23.160
2:04.441
11
23
David Schaberreiter
6.470
2:04.762
12
69
Ralf Jezec
1 Runde
2:10.775
13
5
Dorner Manfred
52.909
2:15.019
14
384
Zoran Mracic
1 Runde
2:17.212
ÖM Superstock 1000
Das Duell vom Pannoniaring wurde am Hungaroring fortgesetzt. In der linken Ecke:
Roland Resch! Der Supermoto Staatsmeister und nun European GSX-R Cup Racer. Er
wird von Andi Werth (Reitwagen Boss) gefördert und möchte nächstes Jahr in der
WM starten. Er startet in der Superstock 1000 Klasse am Hungaroring mit einer
Suzuki GSX-R 750. Die Maschine wurde in Sachen Fahrwerk vom Pannoniaring
Teilhaber Franz Fürst auf Vordermann gebracht. Der Motor ist Serie - nicht
einmal ein Kitsteuergerät ist montiert.
In der rechten Ecke: Günter Sendlhofer. Extrem routinierter Racer mit viel
Rennstreckenerfahrung. Im Jahr 2008 ist er mit der neuen Kawasaki ZX-10R
unterwegs und war eigentlich auf Titelkurs. Doch am Pannoniaring passierte im
ein Missgeschick und er legte die Kawa hin. Umso wichtiger natürlich hier ein
Sieg am Hungaroring. Außerdem ist Sendy einer der größten Ehrgeizler im
Fahrerlager. Eine Niederlage gegen eine 750er würde ihn hart treffen. Auch wenn
im Sattel ein Kaliber wie Rolo Resch sitzt.
Die ohnehin schon
spannungsgeladene Stimmung wurde dann noch durch das überraschend auftauchende
KTM Entwicklungsteam aufgeheizt. Stefan Nebel (Ex- IDM Superbike Champion) kam
mit der KTM RC8 samt 5 Mechaniker zur Rennstrecke und KTM nutzte das Wochenende
für Entwicklungsarbeit. In der Klasse Superstock sorgte Stefan Nebel aber für
Unruhe. Der hohe Speed (8 Zehntel hinter Meklaus Streckenrekord und schneller
als Resch und Sendlhofer) war einigen Teilnehmern nicht ganz geheuer. Doch die
Aufregung und auch der Protest war umsonst. Das Team testete ohnehin nur
Freitags und Samstags und fuhr dann wieder in Richtung Mattighofen. Die auf der
Strecke gewonnen Erkenntnisse fließen ins nächste Modelljahr, in das
Zubehörprogramm Powerparts und sollen Teilnehmern in lokalen Meisterschaften
beim Setup behilflich sein.
Rolo Resch wirkte vor dem
Rennen unbekümmert. Nur sein Gridgirl brachte ihn etwas aus der Fassung.
Das "Gridgirl" von Sendlhofer
hat da schon mehr zu tun als bloß den Schirm zu halten.
Auf Platz 3 startete Herbert
Reiterlehner. Seine Crew betreibt großen Aufwand, ganz an die Spitze ist man mit
der Ducati 1098R aber noch nicht gekommen.
Martin Mühlberger sorgt für
einen orangen Farbtupfen im Fahrerlager. Auch seine Aufgabe lautet: Beständig
Erfahrungen sammeln, damit in der nächsten Saison andere RC8 Piloten darauf
aufbauen können.
Das Rennen selbst hätte für
die Zuseher nicht besser laufen können. Sendlhofer startete start und ging in
Führung. Roland Resch verbiss sich in seinen Nacken und folgte das gesamte
Rennen. Auf der Start-Ziel und bei der Bergauf-Geraden fuhr Sendlhofer um ein
paar Zehntel nach vor, im Bereich der Wechselkurven konnte Resch wieder
aufschließen. Das Schauspiel ging bis eine Runde vor Schluß so weiter. Dann war
der Vorsprung von Sendlhofer auf mehr als eine Sekunde angewachsen und Resch
konnte kein finales Manöver mehr starten. War ein starker Auftritt von beiden
Piloten.
Starke Auftritte auch im
Mittelfeld. Der Ungar Rosivall Agostan (21) lag zu Beginn noch hinter Mühlberger
(8), Schleindlhuber (76) und Luas (133). Doch er schnappte sie alle und fuhr auf
Platz 4. Auf Platz 3 fuhr Herbert Reiterlehner auf der Ducati 1098R.
Der 3-tägige Nervenkrimi wurde beim Finale zu einer Verfolgungsjagd. Sendlhofer
fuhr das Rennen ohne Fehler zu Ende und ließ Resch einfach keine Chance auf ein
Überholmanöver. Beim ÖM Lauf in Brünn ist Roland Resch wegen einer
Termin-Kollision mit seinem GSX-R Lauf in Donington nicht dabei. Sendy hat somit
alle Chancen die 1 auf seinem Motorrad zu verteidigen.
In der 600er Superstock Klasse
war klar: Das wird ein Dreikampf! Der Staatsmeister Klaus Grammer tritt gegen
seinen Teamkollegen Peter Lietz und dem jungen Wolfsberger Stefan Schrammel an.
Schrammel erwischt den besten Start und ist schon aus dem Bild verschwunden
während Grammer und Lietz noch an James Auer mit der Suzuki vorbeigehen müsssen.
Ob Jarno Zemsauer (ganz links im Bild) mit der gewagten Linie das gesamte Feld
außen überholt hat oder vom gesamten Feld innen überholt wurde haben wir nicht
ganz mitbekommen.
Doch schon 4 Runden später ist
Grammer in Führung. Stefan Schrammel schenkte am Eingang zur Zielgeraden zu früh
ein und hatte einen Hinterradrutscher. Grammer holte Schwung und ging am Ende
der Zielgeraden vorbei. Danach waren die Positionen vergeben. Grammer siegte vor
Schrammel und Lietz. Peter Lietz ist seit diesem Wochenende übrigens auf der
ehemaligen R6 von Mario Klepatsch unterwegs. Auch er selbst war überrascht wie
schnell er mit der R6 in Schwung kommt.
Sehenswert waren auch die
Duelle zwischen Hofer(633) und Berghammer(71). Am Ende hatte der Honda Pilot
Berghammer die Nase um 2 Zehntel vorne
Der Superstock ÖM Titel wird Klaus Grammer
nach dem Sieg nur noch schwer abzunehmen sein. Bei den ausstehenden 2 Läufen (1
Rennen bei RTS in Brünn, ein Rennen bei IOEM am Hungaroring) braucht er nur noch
2 Punkte um den Titel zu fixieren. Die Klasse Superstock 600 wird somit zu einem
2. Yamaha Cup. Gleich die schnellsten 7 Piloten in der ÖM sind auf Yamaha
unterwegs.
Um Platz 4 wurde bis zum letzten Meter
hart aber herzlich gefightet. Die Yamaha Cup Kollegen Sendlhofer und Kemmer
trennten am Ende 2 Hunderstel.
Die Supertruppe aus Vorarlberg gewinnt auch
diesmal wieder den Preis für die weiteste Anreise. Fast 1000km zum Hungaroring
und trotzdem wird vollzählig Gas gegeben. Die gute Laune bleibt nicht auf der
Strecke und aus der Vorarlberger-Box dröhnt das ganze Wochenende lang die beste
Musik. Das Geraunze der Wiener zum Thema "weite Anreise nach Most" ertragen sie
geduldig.
Das dichteste Starterfeld gab es auch an
diesem Wochenende wieder im Yamaha R6 Cup. Dei ungestümen Zeiten haben wir
hinter uns - am Hungaroring gab es ein tolles Rennen mit viel Adrenalin für alle
Teilnehmer. An der Spitze setzte sich die Routine durch. Sepp Mayerhofer
bereitet seine Yamaha sauber vor. Das Baby wird von oben bis unten vor und nach
dem Rennen sauber geputzt und technisch durchgecheckt. Beim Rennen selbst fährt
er unspektakulär aber schnell eine fehlerlose Runde nach der anderen. Seine
Gegner wissen bescheid: Er stürzt nicht und fährt in jedem Rennen aufs Podest.
So ist er dem Gesamtsieg des dichtesten Markenpokals 2008 schon sehr nahe
gekommen.
Bild links: Motorrad-Magazin Reporter Martin
Vielhaber und Yamaha Österreich Boss Hans Zimmermann.
Die härtesten Mitbewerber mussten an
diesem Wochenende leider 0er verbuchen. Stefan Schrammel schied nach einer Runde
mit einem Kupplungsdefekt aus. Georg Gaisbauer trat überraschenderweise am
Hungaroring nicht zum Rennen an. Seine Fahrerkollegen machten sich Sorgen und
hoffen, dass im Hause Gaisbauer alles in Ordnung ist. Denn Georg war bisher
ebenfalls ein verlässlicher Punktesammler am R6 Podest.
Beim Rennen schien alles klar zu sein.
Mayerhofer fuhr dem Sieg entgegen, Othmar Oswald folgte auf Rang 2 und Bertl
Kemmer auf Rang 3. Roland Schuch rechnete schon fix mit einer weiteren "knapp am
Podest vorbei" Platzierung. Doch in der letzten Kurve der letzten Runde rutschte
Oswald am Kurvenausgang das Hinterrad weg und er versenkte seine R6 im Kies.
Gute Besserung an Oswald an dieser Stelle.
Sepp Mayerhofer
siegt am Hungaroring und der R6-Cup Titel ist für ihn zum Greifen nahe. Bertl K.
und Roland Schuch rückten durch den Lastminute Ausfall von Oswald Othmar um eine
Platzierung nach vorne. Thats Racing!
August Laus vom
Team Lietz eröffnete die Ducati Challenge mit einem starken Start. Sepp Unger
(immer noch auf der guten alten 999er) folgte in Schlagdistanz.
Sepp Unger folgte
unauffällig und überholte in Runde 3...
...doch Laus konnte noch nachlegen und schlug eine Runde
später zurück. Danach knallte er ein paar flotte Rundenzeiten auf den Asphalt
und siegte vor Unger in der Superbike Klasse.
Ein Highlight war das Duell der Monsterpiloten. Ernstl
Grabner fuhr stark und konnte sich von seinen Kollegen etwas absetzen. Dahinter
folgten General Dorner und Wolfgang Hüttner. Dieser wartete bis zur letzten
Runde und bremste sich dann vor Kurve 3 am General vorbei. Doch in der
Gesamtwertung sieht es recht gut für General Dorner aus. Er punktete das gesamte
Jahr über problemlos und konstant.
Rechts oben: In der Klasse Supersport war Chris Ebner die
Klare Nummer 1. Mit seinen Rundenzeiten war er eigentlich tief im Superbike
Revier unterwegs. Platz 2 für Mario Adami vor Ducati Wien Boss Wolfgang Biegler.
Links unten: Die Superbike Champs: August Laus vor Sepp Unger
und Markus Golser.
Die Regenreifen
wurden am Hungaroring umsonst montiert. Mehr als 20 Tropfen hat die Strecke an
diesem Wochenende nicht gesehen. Hoffen wir also, dass auch beim letzten Event
in Brünn gute Laune und gutes Wetter mit dabei sind. Wann: 26. September - 28.
September! Inklusive Yamaha Party am Samstag und allen Titelentscheidungen