Gewaltige Kulisse am Lausitzring. Neue Strecke - trotzdem siegten die
üblichen Kandidaten.
RTS Eurospeedway Lausitz
1.-3. August 2008
Die RTS Truppe gastierte am
ersten August Wochenende auf der verschwenderisch angelegten Anlage
"Eurospeedway Lausitz". Gewaltige Tribünen Anlagen, ein irres Oval und
ein Fahrerlager auf dem man problemlos ganze andere Rennstreckenanlagen
unterbringen kann sorgten für offene Kinnladen unter den Piloten. Offene
Kinnladen gab es aber auch beim Veranstalter RTS. Viele Piloten
verlangten in Umfragen und Gesprächen eine größere Streckenvielfalt.
Tatsächlich gekommen ist dann nur ein harter Kern und RTS blieb auf den
hohen Kosten der gewaltigen Rennstrecke sitzen. Schade für RTS aber noch
trauriger für die Daheimgebliebenen. Die Strecke im Osten Deutschlands
war die weite Anreise wert, darüber waren sich die Piloten einig.
RTS Weekend
1000PS Video
Der Kamerafreak mit der schnittigen
Mopette "HasiTV" hat für uns ein paar Impressionen vom Kawasaki Cup eingefangen. Wer sich das Video auf seinen Computer downloaden möchte,
klickt mit der rechten Maustaste
hier und wählt "Ziel speichern unter".
Schnitt: HasiTV
Videodreh: HasiTV
Suzuki Challenge / Bridgestone Cup
Beim Training am Freitag, hatten die
Piloten den ganzen Tag Zeit um viele freie Runden zu fahren. Die riesige
Anlage bietet zig verschiedene Streckenkombinationen. Unter anderem auch
ein Trioval für Rennen nach US Vorbild. Einmal waren die NASCARs
übrigens schon zu Gast. Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 350km/h für
120.000 Zuseher. Nicht ganz so schnell waren die RTS Racer im Infield
unterwegs.
Am Samstag zieht leider Schlechtwetter auf. Favorit
Rohland Pühringer: "Ich muss nur kurz das Fahrwerk und die Regenreifen
ausprobieren..."
Beim 1000er Rennen gab Ulbing zu Beginn das Tempo mit
seiner ZX-10 R vor. Doch am Lausitzring war die Stunde von Reini Kehrer
und seiner CBR 1000 RR gekommen. Er beobachtet Ulbing ein paar Runden
und vollstreckte dann zum Sieg in der 1000er Klasse. Bei den Suzuki
Fahrer siegte Koch vor Meixner.
Suzuki Challenge über 650 ccm:
Manfred Koch
Kurt Meixner
Werner Hafner
Bridgestone Cup über 650 ccm:
Reinhart Kehrer, Honda CBR 1000 RR
Josef Ulbing, Kawasaki ZX 10 R
Manfred Koch, Suzuki GSX-R 1000
Thomas Moser schien bisher
unbesiegbar. Doch im Regen war bei den 600ern diesmal Adi Kernstock vom
Team Motorrad Sommer auf seiner Kawasaki die Nummer 1.
Vorsichtig aber ohne Zwischenfälle
schob sich das kleine Starterfeld durch die erste Schikane. Die Fahrer
hätten auf dieser beeindruckenden Strecke ein würdigeres Wetter
verdient. Doch die Wetteraufteilung war zumindest gerecht. Suzuki
Challenge und Bridgestone Fahrer hatten am Freitag ein trockenes
Training und ein nasses Rennen am Samstag. Die Kawa und Ducati Racer
hatten ein nasses Training am Samstag und schönes Wetter beim Rennen am
Sonntag.
Suzuki Challenge 650 ccm
Thomas Moser
Andy Schnatterbeck
Gerhard Hörtinger
Bridgestone Cup 650 ccm
Adi Kernstock, Kawasaki ZX-6R
Thomas Moser, Suzuki GSX-R 600
Andy Schnatterbeck, Suzuki GSX-R 600
Wolfgang Brunner von Suzuki
Österreich (links im Bild) war zwar auch vom schlechten Wetter
enttäuscht, freute sich aber, dass trotz der sehr schwierigen
Streckenverhältnisse keinem seiner Suzuki Jungs etwas passiert ist. Der
Kamera Mann von Hasi-TV filmt bei jedem Wetter. Jeder Pilot kann sich
sein eigenes Video von seinem Rennen bei Hasi filmen und schneiden
lassen.
Adi Kernstock nimmt die fette
Beute, einen Satz Bridgestone Reifen mit nach Hause. Adi Kernstock: "Im
Regen ist die Kawasaki das perfekte Motorrad. Sehr einfach zu
kontrollieren und sehr stabil. Außerdem bin ich beim Motorradfahren wie
beim Beischlaf - sehr gefühlvoll."
SLIDESHOW Bridgestone Cup / Suzuki Challenge
Zum Starten der
Slideshow einfach auf eines der Bilder klicken.
Ergebnis bis 650 ccm
Ergebnis Klasse über 650 ccm
Kawasaki Cup
Viele Kawasaki Cup Piloten
rückten schon am Freitag schon zur neuen Rennstrecke an. Den ganzen Tag
über war freies Fahren bei tropischen Temperaturen angesagt. Die
Abkühlung kam schon Freitag Abend und leider auch den ganzen Samstag
über war es regnerisch und kühl. So mussten die Piloten ihr Zeittraining
auf Regenreifen absolvieren. Besonders stark im Regen war der Routinier
Gutzelnig mit einer Zeit von 2:14.6. Knapp dahinter Adi Kernstock mit
2:15.6. Das ganze Feld war auf Regenreifen unterwegs. Nur Hermann
Stöbich und ich selbst als Gaststarter quälten sich auf Trockenreifen
über den nassen Asphalt. Hermann knackte beinahe die 3 Minuten Marke mit
3:05 ich selbst beinahe die 4 Minuten Marke mit 3:57.
Der Lumpensammler und auch der
Geschichtsschreiber der Strecke hatten einiges zu tun. Denn eine Kurve
der Strecke wurde neu zur "Bike-City Kurve" getauft. Gleich 3 Piloten
vom Wiener Team rutschten auf ein und der selben Stelle in den Kies.
Nicht gleichzeitig, sondern fein säuberlich auf mehrere Runden
aufgeteilt wurden die Stürze.
Fürs Rennen waren bei trockenem
Wetter die Karten neu gemischt. Was den Kawasaki Cup wirklich ausmacht,
konnte ich live in der ersten Runde miterleben. Eine Horde ehrgeiziger
Piloten stürmte zur ersten Kurve, sortierte sich ein und fightet während
der ersten Kurven beinhart um die besten Positionen. Da wird eine Türe
zugemacht, dort zuckt einer mit dem Knie zurück, weil er nicht am
Asphalt sondern am Motorrad des Kollegen anstreift. Doch niemand
riskiert zuviel und niemand bringt sich selbst oder die Kollegen in
Gefahr. Die Burschen kennen sich aus dem Fahrerlager und verstehen sich
nach dem Rennen immer genau so gut wie vor dem Rennen.
An der Spitze konnte sich Gutzelnig zu Beginn durchsetzen, doch schon
nach 2 Runden schlug Grammer mit einem Überholmanöver das erste mal zu.
Gutzelnig konterte am Ende der Start-Ziel und löste die Bremse einfach
wieder, als Grammer neben im auftauchte. Mit einem irren Speed bog er
wieder als Erster in die erste Kurve ein. Doch in der Schikane hatte
Grammer die bessere Linie und holte sich die Führung samt kleinem
Vorsprung wieder zurück. Danach fuhr er das Rennen kontrolliert und
sicher heim. Besonders schnell war diesmal auch Thomas Auer unterwegs.
Seine schnelle Runde war nur ein paar Zehntel langsamer als jene von
Grammer oder Gutzelnig, doch über die gesamte Renndistanz fehlte es dann
doch deutlich auf die alten Hasen. Doch Auer lernt von Rennen zu Rennen
von seinen Team-Lietz Kollegen Grammer und Gutzelnig. Wir freuen uns
schon auf den ersten Sieg. Den 4. Platz musste sich Adi Kernstock hart
gegen Gerd Singer erkämpfen. Ich selbst wurde im Rennen nach einem
starken Start schwer durchgereicht. Schweizer, Stobich, Lang und
Palmetshofer waren in den langen Kurven immer früher am Gas als ich.
Doch zumindest konnte ich Herbie O. hinter mir lassen. Nach seinen
Ansprachen im Fahrerlager galt er ja beinahe schon als der sichere
Sieger, so konnte ich immerhin noch einen Funken Racingehre retten.
Teamchef Herbie O. ist gnadenlos. Seine bisherige Nummer 1 im Stall, der
siegverwöhnte Klaus Grammer, hat ihn diesmal schwer enttäuscht.
Teamkollege Reinhold Gutzelnig (links im Bild im Gespräch mit Herbie O)
brannte dem Meister ganze 7,9 Sekunden im Zeittraining vom Kawasaki Cup
auf. Dafür wurde Klaus (rechts im Bild) sofort mit Verachtung bestraft
und Herbie widmete seine ganze Aufmerksamkeit und seinen gesamten
Redefluß dem neuen Liebling Reinhold.
First Class Service für First Class Piloten. Ham and
Eggs frisch vom Griller für Reini Gutzelnig.
Strategiebesprechung von NastyNils und Cupleiter Marcus
Pohl vor dem Rennen.
Die Kawasaki Cup
Piloten kamen beinahe geschlossen zum weit entfernten Lausitzring. Wobei
weit entfernt immer ein relativer Ausdruck von Entfernung ist. Der
Tiroler Finazzer Richard ist bei jedem Rennen fast einen ganzen Tag lang
unterwegs und ist immer live dabei.
Scharfes Design: Die Kawa von Gerd
Singer.
Christian Palmetshofer gab alles
und räumte eine ganze Ladung Streckenbegrenzungshütchen ab. Er blieb
aber im Sattel und auch seine Kawa blieb unverletzt.
Gleich nach dem Rennen
kam der starke Wind und ein wenig Regen. Schlecht für die
Siegerzeremonie aber das Rennen ging dafür bei besten Bedingungen
problemlos über die Bühne.
Alex Mehser musste nach einem
technischen Defekt leider aufgeben. Doch sein Nachwuchs trainiert
bereits eifrig auf dem Junior-Gerät.
Da freut sich jemand über gute
Rundenzeiten.
Diesmal gab es sogar echte Zuseher.
Schätzungsweise 100 Schaulustige aus der Umgebung verteilten sich auf
der riesigen Tribüne. Hätten sie sich alle auf einen Haufen gesetzt,
hätten sie uns auch die Welle machen können. So brachte ich die
Fanmassen nur auszugsweise aufs Photo.
Ergebnis Kawasaki ZX-6R Cup
RTS Klassen
Der Schweizer Lorenz Sennhauser
war zu Beginn mit spektakulärem Fahrstil in Führung. Doch er wollte sich
nicht in die österreichischen Angelegenheiten einmischen und rollte als
Führender an die Box.
Schnellster Superbiker unter den
Österreichern war Rene Veit auf seiner R1.
Streckensprecher Atcy legte seinem
Kollegen aus der Schweiz eine gewaltige Vorlage hin. Dieser gab zu: "Mit
Atcys gewaltigem Mundwerk kann ich nicht mithalten..."
Werner Luger schleppte schwer.
Sein Partner Heli Scherz fasste an der Rennstrecke leider eine
Lungenentzündung aus und musste ins Spital.
Adi Kernstock, links im Bild, steckte im Supersport Rennen ein wenig zurück und
dachte an die Gesamtwertung. Superbiker Josef Unger rechts im Bild ist ein
echter Könner. Sein letzter Sturz war 1997 und in den 11 Jahren dazwischen
sammelte er gefahrlos eine LKW-Ladung Pokale. Diesmal Rang 2 für MPU
Motorradfreak Unger.
Supersport Sieger Bertl Baumrock
in der Mitte. Links Adi Kernstock, rechts Gerd Singer.
Der Steirer Rene Veit als
SBK-Sieger in der Mitte, Unger auf Platz 2 und Ulbing auf Platz 3.
RTS Klasse Supersport
RTS Klasse Superbike
Ducati Challenge
Die Ducati Meute
bollert in die erste Schikane. Mit dabei war diesmal wieder Ernstl
Grabner auf seiner Monster. Er holte sich mit starken 1:55er Zeiten auch
den Sieg vor Günther Dorner (links im Bild) in der Monster Klasse. Bei
den Supersportlern kam Wolfgang Biegler von Ducati Wien am besten mit
dem neuen Kurs zurecht. Er siegt vor seinem Dauergegner Chris Ebner.
Sepp Unger hatte beim Start leider
Probleme mit seiner Ducati und startete mit einer Runde Verspätung aus
der Box.
Schade für Laus. Er hätte sich
bestimmt über einen Spielkameraden an der Spitze gefreut. Der Team Lietz
Racer siegt überlegen und ungefährdet in der SBK Klasse.
Die Ducati Challenge
Sieger aller Klassen auf einem Bild. Auch sie hatten Glück mit dem
Wetter. Es blieb trocken!
SLIDESHOW Ducati Challenge
Zum Starten der
Slideshow einfach auf eines der Bilder klicken.
Ergebnis Ducati Challenge
Das Fahrerlager
Gewaltiger Ausblick in
der Boxengasse. Die Tribünen reichen fast rund um die ganze Strecke, die
Boxenanlage über die gesamte Start-Ziel Gerade.
Um die Wetter- und Rennsportgötter
gnädig zu stimmen, wurden einige merkwürdige Opferrituale vollzogen.
Hier musste eine Melone dran glauben...
...da ein halber Schweinstall...
Das nächste Event
Das nächste RTS Event steigt vom 15.8 -
17.8 am ungarischen Hungaroring bei Budapest. Mit dabei folgende Klassen:
Superstock ÖM / Bridgestone Cup / Suzuki Challenge / Kawasaki Cup / Yamaha Cup /
Ducati Challenge / RTS - Supersport / RTS - Superbike