Am Mittwoch wurde vom ungarischen
Minister für Entwicklung und Wirtschaft bestätigt, daß Ungarn ab
September 2009 für mindestens 5 Jahre Veranstalter des neuen Grand-Prix
am Balaton-Ring sein wird. Diesen Herbst wird mit dem Bau begonnen, der
von der spanischen Investorengruppe "Sedesa" mit 80 Millionen Euro
finanziert wird. Den Rest der Kosten will die Regierung tragen.
Die 4,6 Kilometer lange Rennstrecke nahe der Ortschaft Savoly
soll Ähnlichkeiten zu Valencia aufweisen, wurden doch bei der Planung
unter anderem Meinungen von Motorradgott Valentino Rossi und dem
ungarischen Weltmeister der 125ccm Klasse, Gabor Talmacsi,
berücksichtigt. Mit diesem Standort könnte sich der Ring bald zur
Heimstrecke für Südburgenländer und -steirer entwickeln.
Um für den ungarischen Motorradnachwuchs zu sorgen, wird außerdem eine
Schule, die nach Talmacsi benannt werden wird, neben dem Balaton-Ring
entstehen.
Zu den Rennen erhofft man sich Zuschauerzahlen von bis zu 140.000
sowie einen Anstieg des Tourismus, immerhin werden die Rennen in 184
Länder übertragen. Der letzte Grand-Prix in Ungarn wurde 1992 auf dem
Hungaroring ausgetragen. Parallel zum Balaton-Ring sollen laut
Sedesa-Group auch ein Golfplatz und ein 5* Hotel entstehen,
wahrscheinlich, um dem alternden Motorradklientel entgegen zu kommen.
Ob sich die hiesige Politik ein Beispiel an seinem Nachbarn nehmen
wird, ist zu bezweifeln.
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