Grammer und Schrammel heißen die Pokaljäger des Wochenendes. Wetterkapriolen
in Most.
RTS Weekeend Most
13.-15. Juni 2008
Am meisten schwitzten die Mechaniker.
Kurzer Regen, dann wieder Sonne, ein wenig Regen dann wieder trocken. Ständig
wurden die Reifen gewechselt und ständig oft standen die Racer mit falschen
Gummis am Asphalt. Alles ist möglich, darum lieben wir die Rennstrecke auch so.
RTS Weekend -
1000PS Video
Die 1000PS Kamera blickt hinter die
Kulissen. Was geht ab in der Boxengasse? Wer hat frisiert? Wer hat gefaulenzt?
Wer sich das Video auf seinen Computer downloaden möchte,
klickt mit der rechten Maustaste
hier und wählt "Ziel speichern unter".
Thomas Moser ist im Moment bei den 600ern
nicht zu biegen. Der Markenpokalracer kann auf viel Erfahrung zurückgreifen.
Kawasaki Cup, danach Yamaha Cup in Deutschland und nun GSX-R Challenge in
Österreich. Wird schwer für die Gegner werden.
Gekämpft wird um jeden Platz..
...gefahren wird mit allen
GSX-Rs. Auch mit älteren Modellen - und keineswegs langsam.
Die 1000er tauchen
in die Bremszone ein. Mittlerweile hat sich die Meute gut an den neuen Cupreifen
BT-003 gewöhnt.
Suzuki und Bridgestone buchten für ihre
Rennfahrer das Deluxe Paket in Most. Pünktlich zum Start war die Strecke
komplett trocken und sauber. Die Wolken waren verschwunden und die Racer
topmotiviert. Bei den 600er sieht es ganz nach einem Thomas Moser
Saisondurchmarsch aus. Der Fahrschullehrer siegte kontrolliert und führt die
Gesamtwertung an. Er holte sich mit seinem GSX-R Sieg gleich 2 Pokale und 2
Garnituren Reifen auf einmal. Den im Bridgestone Cup und den in der Suzuki
Challenge.
Bei den 1000ern waren 3 Piloten an der
Spitze versammelt. Sepp Ulbing auf seiner ZX-10R erwartete eine feuchte Strecke und ging mit
gebrauchten Reifen ins Rennen. Ein Fehler, denn so fehlte ihm am Ende etwas Grip
um an Koch und Pühringer dran zu bleiben. Auch hier ein Doppelsieg für einen
GSX-R 1000 Piloten: Roland Pühringer.
In der Klasse Supersport war die
Motivation der Teilnehmer leider schon am Tiefpunkt. Ein regnerisches
Wochenende, die Uhr sprach 17:30 und eine mehrstündige Heimreise stand noch vor
den Racern. Einige haben an diesem Wochenende schon mehrfach zwischen Trocken-
und Regenreifen gewechselt und hatten dann genug von der Rennfahrerei. So ging
wie bei den Superbikern auch ein recht schmales Feld an den Start.
Thomas Auer vom Team Lietz hatte ein super
Wochenende. In der starken STK 600 ÖM holte der Kawasaki Cup Pilot Platz 5, beim
Kawasaki Cup auf Platz 4. Demnächst am Podest!
Das Wochenende lief nicht ganz so, wie es
sich die Kawasaki Cup Piloten vorgestellt haben. Erstens war das Rennen am
Sonntag spätnachmittags, zweitens ließ sich Kawa-Kristina nicht von den
Balzritualen am Samstag Abend beeindrucken und drittens wurde die Strecke vor
dem Start noch ganz kräftig eingewassert.
Vermutlich wollten es die Regengötter nur ein wenig spannender machen. Denn auf
nasser Fahrbahn kann viel passieren und Klaus Grammer ist laut eigenen Aussagen
im Regen noch zurückhaltender unterwegs als beim Arbeiten. Kernstock und
Gutzelnig rückten Grammer auch gefährlich nahe. Doch Gutzelnig pokerte falsch
und montierte zu alte Regenreifen auf seiner ZX-6R. Kernstock blieb bis zum
Schluß an Grammer dran und holte sich Platz 2. Dahinter dann ein zweigeteiltes
Feld. Eine Gruppe setzte auf Regenreifen und fuhr vorne auf und davon, eine
andere Gruppe blieb bei Trockenreifen und ließ sich 2x überrunden. Aber auch auf
nasser Fahrbahn gab es coole Duelle wie zum Beispiel zwischen Pirger und Hofer.
Trotz des wesentlich höheren Anpressdrucks von Pirger konnte sich der
windschlüpfrige Hofer durchsetzen.
Neben
der Rundenzeit ist im Leben eines Motorradfahrers noch eine andere Größe
interessant. Die PS! Vor allen dann, wenn in einem Cup gleiche Motorräder auf
gleichen Reifen unterwegs sind sollte bei der Motorleistung Chancengleichheit
bestehen. Kawasaki Österreich überraschte die Teilnehmer mit einem mobilen
Prüfstand (www.zweiradschmiede.com)
und holte alle Teilnehmer von der Strecke auf den Prüfstand. Die Motorräder
lagen in einem überschaubaren Bereich um 120 PS beisammen. Nur die Maschine von
Flavio Briatores Cousin 5. Grades Herbert O. drückte 124 PS auf die
Prüfstandsrolle. Ein Spitzenwert! Doch die Götter der Rennstrecken bestrafen
solche Sünden sofort. Herbie konnte die Maschine bei den nassen Bedingungen
einfach nicht kontrollieren und musste nach einer Runde in die Box um
Nervenpulver einzuwerfen. Unter Druck gerät nun jedoch Magic Alois. Die VIP
Presse Maschine für Journalisten vom Importeur brachte nur 120 PS auf die Walze.
Die Journalisten fordern den ZX-10 Motor..
Die Einen hängen in der Kurve
auf der einen Seite...
...der Andere drückt von der
anderen Seite.
Zwei Experten im Gespräch: "Du
Klaus ich geh jetzt bald in Frühpension!", "Du Gutz, ich studier noch fertig,
dann geh ich auch!"
Teamchef H.O. präsentiert
stolz die Zeiten seines besten Pferdes im Stall. Doch schon mehren sich die
Stimmen, dass der fahrende Teamchef zu langsam für so ein schnelles Team ist.
Nur der berühmte Teamchefkollege Frank Williams war noch langsamer unterwegs.
Pos.
St.Nr.
Name
Beste Zeit.
Diff.
Klasse
In Runde
1
638
Grammer Klaus
1:54.818
-
Kawasaki Cup
10
2
655
Kernstock Adi
1:55.235
+1.353
Kawasaki Cup
10
3
639
Gutzelnig Reinhold
1:56.461
+12.402
Kawasaki Cup
8
4
600
Auer Thomas
1:57.246
+21.819
Kawasaki Cup
9
5
624
Holzer Michael
1:59.325
+52.128
Kawasaki Cup
11
6
669
Singer Gerd
1:59.265
+55.562
Kawasaki Cup
11
7
633
Hofer Hannes
2:00.644
+1:01.395
Kawasaki Cup
11
8
672
Pirger Erwin
2:00.026
+1:01.421
Kawasaki Cup
9
9
618
Ranak Michael
2:01.206
+1:12.165
Kawasaki Cup
10
10
662
Schossmann Lukas
1:58.882
+1:16.227
Kawasaki Cup
11
11
699
Palmetshofer Christian
2:03.106
+1:28.927
Kawasaki Cup
11
12
611
Schweizer Jürgen
2:03.800
+1:30.868
Kawasaki Cup
10
13
697
Lang Michael
2:06.475
1 Runde
Kawasaki Cup
8
14
674
Mazakarini Christoph
2:06.530
+7.570
Kawasaki Cup
10
15
688
Feldinger Bernhard
2:08.970
+30.934
Kawasaki Cup
10
16
636
Knoll Gerhard
2:13.238
2 Runden
Kawasaki Cup
2
17
666
Müller Nils
2:22.481
+1.516
Kawasaki Cup
9
18
684
Stöbich Hermann
2:21.863
+22.984
Kawasaki Cup
9
19
646
Finazzer Richard
2:28.807
+1:20.767
Kawasaki Cup
9
20
664
Lovecek Andreas
2:42.606
3 Runden
Kawasaki Cup
5
NF
619
Obermair Herbert
-.---
-
Kawasaki Cup
1
NS
616
Reif Michael
-.---
-
Kawasaki Cup
0
NS
656
Reif Franz
-.---
-
Kawasaki Cup
0
NS
676
Mehser Alex
-.---
-
Kawasaki Cup
0
Superbike
Bei den Superbikes kam Rosivall Agoston
mit den schwierigen Bedingungen am besten zurecht. Die Strecke war noch ein
wenig nass, die Ideallinie meist trocken und das ganze Feld war auf
unterschiedlichen Reifen unterwegs. Unger fuhr vorne einen Regenreifen und war
hinten mit Slick unterwegs. Mit dieser Kombination schnappte er Andi Klambauer
beim Beschleunigen aus der letzten Kurve Rang 2 weg. Dahinter folgten Veit und
die Gebrüder Dorner.
Bild links: Bei den Superbikes war Unger auf
den richtigen Reifen unterwegs, in der Ducati Challenge hat er schwer daneben
gegriffen.
ÖM Superstock 1000
Orange Duelle in der
Superstock ÖM. Die RC8 Racer Mühlberger und Blechinger waren dicht beisammen.
Diesmal war Mühlberger die
Nummer 1 im KTM Stall und gleicht damit nach dem Hungaroring aus.
Sendlhofer is back! In den ersten beiden
Runden sah es so aus, als könnte Sendlhofer gegen Saiger bestehen, doch dann
fuhr Saiger in einer anderen Liga. In der ÖM Gesamtwertung hat Sendlhofer nun
aber wieder die Favoritenrolle inne.
Die Reiterlehner Crew feiert
am Samstag. "Noch nix im Kies!"
MSA-Redakteur Helmut Ohner mit
seinem ehemaligen Landsmann Horst Saiger.
Das Rennen in der 1000er Klasse startete
leider ohne den Titelanwärter Heli Schleindlhuber. Beim Training am Freitag
verletzte er sich und trat die Heimreise an. Wir wünschen ihm gute Genesung.
Das Spitzenfeld wurde aber vom ehemaligen Langstrecken-WM und Superbike-WM
Piloten Horst Saiger aufgewertet. Der Steirer lebt schon seit Jahren bei seiner
Freundin in der Schweiz und ging für ein Liechtensteiner Team an den Start. Mit
25 Sekunden Vorsprung ging er vor Sendlhofer über den Zielstrich.
Der eine "Schweizer" schnappte ihm die Punkte weg, doch von anderen Schweizern
holte er sich wertvolle Tipps für seine ZX-10R. Parallel zur ÖM wird bei RTS
auch die Schweizer Meisterschaft ausgetragen und die Teams sind perfekt
aufgestellt und haben gewaltiges Know-How.
Horst Saiger, Suzuki GSX-R 1000
Günter Sendlhofer, Kawasaki ZX-10R
Herbert Reiterlehner, Ducati 1098R
ÖM Superstock 600
Ein Wahnsinn.
Grammer, Schrammel und schon dahinter der freche "Rookie" Thomas Auer bei der
Fahrt durch die 1. Schikane.
Langsam aber sicher wird es spannend an der Spitze. Der Vorsprung von Grammer
schwindet. Stefan Schrammel folgte dem fehlerlos fahrenden Grammer über das
komplette Rennen. Am Ende fehlte dann eine Sekunde. Schrammel: "Ich war Grammer
immer auf den Fersen kam aber nie in Schlagdistanz!" Der junge Schrammel wird
sich in den nächsten Rennen sicher noch weiter steigern und auf Grammer
aufschließen, doch dann wird es erst richtig knifflig. Denn im Zweikampf ist
Grammer eine Macht. Grammer: "Ich bremse spät, spare bei der Schräglage und
beschleunige hart. So stürze ich nicht und die Gegner hinter mir beißen auf
Granit."
Nur die schnellsten Piloten im RTS
Fahrerlager wagen den Start in der ÖM Klasse, diese werden aber mit lehrreichen
Rennen belohnt. Wer sich weiter entwickeln möchte, sollte sich die Demütigung
antun und ein paar Rennen in der ÖM Klasse mitfahren. Danach kann man anderswo
die Pokale noch viel leichter sammeln.
Klaus Grammer und Peter Lietz gratulieren. Grammer siegte, Lietz holte sich in
der letzten Kurve Platz 3...
...vor Georg Gaisbauer. Der haderte um den einem verflixten halben Meter der ihm
am Ende fehlte.
ÖM Superstock 600
Klaus Grammer, Yamaha R6
Stefan Schrammel, Honda CBR 600 RR
Peter Lietz, Ducati 749 R
Pos.
St.Nr.
Name
Runden
Beste Zeit.
Diff.
1
38
Grammer Klaus
12
1:41.401
-
2
14
Schrammel Stefan
12
1:41.566
+1.047
3
89
Lietz Peter
12
1:43.267
+23.068
4
25
Gaisbauer Georg
12
1:43.310
+23.134
5
600
Auer Thomas
12
1:43.834
+31.982
6
18
Weirethmayer Marco
12
1:43.153
+32.077
7
35
Kemmer Herbert
12
1:43.496
+33.811
8
11
Schuch Roland
12
1:44.036
+44.388
9
177
Haslmair Johannes
12
1:44.866
+47.560
10
2
Auer Robert
12
1:45.430
+56.100
11
15
Burovski Ondres
12
1:44.844
+57.785
12
33
Kellner Roland
12
1:45.645
+59.470
13
39
Fink Stefan
12
1:45.429
+1:00.312
14
633
Hofer Hannes
12
1:45.983
+1:07.342
15
71
Berghammer Thomas
12
1:46.609
+1:13.754
16
646
Finazzer Richard
12
1:47.699
+1:19.469
17
8
Ebner Christian
12
1:48.244
+1:29.377
NF
63
Nagy Zoltan
10
1:48.564
-
NF
46
Sendlhofer Michael
3
1:47.336
-
Yamaha R6 Dunlop Cup
Zweieinhalb Stunden dauerte die
Fahrerbesprechung. Nach dem Crash-Rennen am Hungaroring wollte die Yamaha
Österreich Crew den Racern eindringlich ins Gewissen reden und sprach alle
heiklen Themen an. Die Yamaha Cup Fahrer werden beinahe schon mit einem
verschwenderischen Einsatz an Know-How versorgt. Mit dabei ist jedes mal ein
Mann von Yamaha Österreich, Tuning- und Rennsportexperte Fritz Schwarz mit
seinem Assistenten Manuel, Sepp Pfeffer von der Firma Zupin und natürlich die
OSK Crew rund um Martin Suchy. Yamaha bemühte sich nicht nur beim unschlagbar
günstigen Cuppaket sondern bemüht sich auch laufend um die Fahrer.
Im Fahrerlager daher überraschend wenig
Geraunze. Normalerweise gibt es ein paar Rennfahrer denen die Reifen nicht
passen, andere finden das Fahrwerk ranzig und dann noch die mühseligen
Diskussionen rund ums Friesieren. Doch hier in Most hatten alle Piloten ihr
Fahrwerk halbwegs im Griff, die Reifen blieben heil und man konzentrierte sich
weniger auf die Gegner als auf die eigenen Zeiten.
Beim Training knallte Stefan Schrammel
mit 1:43.4 die beste Zeit in den Asphalt. Georg Gaisbauer war mit 1,4 Sekunden
Rückstand schon deutlich dahinter. Irre dicht dann das Feld zwischen Platz 3 und
Platz 20. Die Zeiten liegen hier zwischen 1:45 und 1:47!
Roland Schuch wird alt. Er
begleitet Michael Sendlhofer auf dem Fetzenwagel. Anders als früher ging er aber
nicht zu Boden, sondern tankte beim Training nur zu wenig.
Er ist bei jedem Rennen vor
Ort und kümmert sich um die Yamaha Cup Fahrer: Christian Schroll, vom Yamaha
Importeur.
Nun können sie nur
noch Daumen drücken. Es wurde fleißig geschraubt und trainiert. Nun sind die
Piloten alleine auf der Piste. Die Crew sieht zu.
2,5 h
Fahrerbesprechung, Strafandrohungen und viele mahnende Worte waren in der ersten
Kurve vergessen.
Beim Start dann leider wieder ein
Blackout eines Ehrgeizlers das für viel Ärger und Blechsalat sorgte.
Dramatischer aber leider der Sturz von Mario Klepatsch. Nach einem Highsider in
der Haarnadelkurve blieb er auf der Strecke liegen und das Rennen musste
abgebrochen werden. Die Diagnose sorgte für hängende Köpfe: Oberschenkelbruch
und ab ins Krankenhaus. Die Kollegen im Fahrerlager sowie die ganze Cup-Crew
wünscht Mario gute Besserung.
Beim Neustart lief dann alles wunderbar
und das Feld zog diszipliniert seine Runden. Pech nur für Marco Weirethmayer,
der nach dem Startcrash mit einer etwas lädierten Maschine ins Rennen musste. An
der Spitze gaben die üblichen Verdächtigen den Ton an. Der ehrgeizige junge
Kärntner Stefan Schrammel hatte die alten Hasen im Feld aber überraschend gut im
Griff.
Mayrhofer Josef zum Beispiel erwischte
einen guten Start und kommt nach einem Jahr Pause schon wieder gut in Fahrt und
fährt hinter Schrammel auf Platz 2. Das Duell um Platz 3 gewinnt Herbert Kemmer
vor Georg Gaisbauer. Schrammel scheint also im Moment der heißeste Anwärter auf
den Gesamtsieg zu sein. Der Kärntner trainiert viel, fährt viele Rennen und ist
fährt aggressiv. Mal sehen ob er auch auf der Mutstrecke Salzburgring die alten
Hasen herbrennen kann.
Der Crash am Start sah zwar
wild aus und forderte einige Opfer, ging aber verletzungstechnisch recht
glimpflich aus.
Nach dem Neustart fädelte sich
das ganze Feld lammfromm durch die Schikane.
Schade, dass erst der Schock vom ersten Start für Ruhe im
Feld sorgte. Wunderschöner Start, wunderschönes Rennen, keine Zwischenfälle.
Ich selbst stand als fahrender Berichterstatter mit am Start und hatte diesmal
einen altbekannten Gegner auf der Strecke. Clemens Kopecky arbeitet beim
Motorrad Magazin als Motorradjournalist und wir treffen immer wieder bei
Motorrad Präsentationen aufeinander. Ich fühlte mich nach mehreren Jahren RTS
Racing sehr siegessicher und freute mich schon auf eine herrliche Herbrennung.
Doch Clemens trainierte in den letzten Wochen scheinbar fleißig und ich war
fassungslos als er in der Startaufstellung vor mir stand. Kein Wunder! Hat er
sich doch Tipps von meinem ehemaligen Freund Klaus Grammer und eine
Fahrwerkseinstellung von meinem Teamchef Sepp Unger geholt.
Nun half nur noch absoluter Nervenkrieg.
Denn Clemens fährt hier sein erstes richtiges Motorradrennen mit harter
Konkurrenz und da flattert das Nervenkostüm gewaltig. "Mit diesen ausgelutschten
Reifen willst noch fahren? Die Gegner werden dich beim Start zermalmen! Deine
Reifen sind ja ganz kalt, hast die Reifenwärmer nicht eingesteckt?", verfehlten
ihre Wirkung nicht. Der Crash beim ersten Start setzte dem Neuling dann noch
weiter zu und ich konnte die Ehre gegen den Neuling im Fahrerfeld retten. Doch
mein Gefühl sagt mir, dass zukünftige Journalistenduelle richtig spannend
werden.
Motorrad Magazin Reporter Clemens Kopecky fuhr in Most sein erstes richtiges
Rennen und konnte ein paar erfahrene Piloten hinter sich lassen. Bald in den
Punkten?
Ganz großer Motorradsport in Österreich. Das dichteste Feld in allen
österreichischen Motorradklassen. Wer hier vorne mitfahren will, muss sich
kräftig anstrengen - wie man sieht!
Yamaha R6 Dunlop Cup
Stefan Schrammel
Josef Mayerhofer
Herbert Kemmer
Pos.
St.Nr.
Name
Beste Zeit.
Diff.
1
14
Schrammel Stefan
1:43.073
-
2
12
Mayrhofer Josef
1:43.364
+6.295
3
35
Kemmer Herbert
1:43.274
+7.933
4
25
Gaisbauer Georg
1:43.612
+8.322
5
11
Schuch Roland
1:44.097
+13.608
6
18
Weirethmayer Marco
1:44.414
+17.650
7
39
Fink Stefan
1:44.160
+19.024
8
177
Haslmair Johannes
1:44.603
+20.344
9
46
Sendlhofer Michael
1:44.605
+26.646
10
13
Schmall Christian
1:44.923
+26.750
11
674
Pelzl Klemens
1:44.847
+29.706
12
9
Baumrock Herbert
1:44.786
+29.781
13
29
Baumgartner Thomas
1:45.982
+38.208
14
77
Hinterreiter Martin
1:46.029
+38.954
15
21
Kobatschka Erich
1:45.630
+40.517
16
15
Burovski Ondres
1:45.888
+41.600
17
73
Versec Helmut
1:46.393
+41.963
18
7
Wenzelmeier Manuel
1:46.501
+43.128
19
55
Zemsauer Jarno
1:47.013
+47.385
20
710
Schnabler Rene
1:46.640
+49.525
21
68
Plöderl Michael
1:46.922
+52.527
22
6
Fleiss Gottfried
1:47.082
+52.935
23
44
Hintersteininger Thomas
1:46.696
+54.426
24
48
Gstettner Dominik
1:47.976
+1:08.126
25
76
Pinter Martin
1:48.319
+1:17.327
26
67
Forster Karl
1:48.730
+1:20.185
27
63
Nagy Zoltan
1:48.276
+1:21.580
28
666
Müller Nils
1:50.974
+1:29.967
29
32
Krutzler Albert
1:50.442
+1:33.327
30
86
Weteschnik Michael
1:50.647
+1:41.944
31
47
Kranjec Roland
1:53.027
1 Runde
32
1
Kopecky Clemens
1:52.130
+0.674
33
41
Weber Christian
1:52.177
+0.791
34
219
Hajto Christian
1:52.497
+1.946
35
80
Hutter Michael
1:52.894
+13.224
36
56
Schwab Erwin
1:54.935
+30.487
37
27
Schaffarich Matthias
1:54.744
+31.270
NF
52
Berki Zsolt
1:49.511
-
NS
60
Oswald Othmar
-.---
-
NS
66
Klepatsch Mario
-.---
-
NS
81
Ceylan Memet
-.---
-
NS
82
Markovic Vinco
-.---
-
Ducati Challenge
Der Wettergott hat die Nerven der
Ducatisti auf die Probe gestellt. Vor dem Start gab es einen kurzen aber
heftigen Regenguss welcher für Hektik in der Boxengasse sorgte. Hektisch wurden
Regenhäute aufgezogen und die Rennfahrer mit nur einer Garnitur Felgen standen
auf verlorenen Posten. Frustriert fuhren sie in die Aufwärmrunde und begannen zu
grinsen. Das Fahrerlager von Most wurde Zeuge eines merkwürdigen
Wetterphänomens. Während es in der Boxengasse regnete, waren Teile der Strecke
komplett trocken und schon nach einer Runde war auch der Rest der Strecke
aufgetrocknet. Topfavorit Sepp Unger zum Beispiel stand auf falschen Reifen,
Wolfgang Hüttner aber zum Beispiel auf den richtigen Häuten. Er fuhr als
Gesamtdritter durchs Ziel und konnte mit seiner Monster viele Supersportler
hinter sich lassen.
Die Piloten ließen
sich von der trüben Optik täuschen. Schon nach kurzer Zeit, war die Strecke
staubtrocken.
Hüttner schaffte aus
logistischen Gründen den Reifenwechsel zu den Regenreifen nicht - zum Glück. Die
Gegner verzweifelten.
Vorsichtiger Eiertanz auf den
Regenreifen.
Guggi Laus war trotzdem nicht
zu stoppen. Er slidete mit den Regenreifen zum Sieg.
Verschiedene Ducati
Generationen am Start.
Monster Klasse
Wolfgang Hüttner
Günter Dorner
Sebastian Obrecht
SSP Klasse
Wolfgang Biegler
Christian Ebner
Gerhard Bergmayer
SBK Klasse
August Laus
Markus Golser
Philipp Felsinger
Ducati Challenge
Pos.
St.Nr.
Name
Beste Zeit.
Diff.
Klasse
1
133
Laus August
1:48.462
-
Ducati +750
2
33
Golser Markus
1:48.917
5.200
Ducati +750
3
39
Hüttner Wolfgang
1:51.245
42.739
Monster
4
11
Biegler Wolfgang
1:51.327
51.456
Ducati -750
5
8
Ebner Christian
1:53.636
53.656
Ducati -750
6
777
Felsinger Philipp
1:53.806
+1:08.221
Ducati +750
7
38
Mayr Herbert
1:53.703
+1:08.249
Ducati +750
8
241
Schindler Reto
1:54.398
+1:08.372
Ducati +750
9
62
Bergmayer Gerhard
1:54.996
+1:15.978
Ducati -750
10
84
Dukat Klaus Peter
1:55.740
+1:22.284
Ducati +750
11
89
Adami Mario
1:56.280
+1:24.556
Ducati -750
12
137
Dorner Günter
1:56.033
+1:44.597
Monster
13
7
Schoibl Peter
1:54.513
1 Runde
Ducati +750
14
356
Obrecht Karl
2:00.344
7.778
Ducati +750
15
5
Dorner Manfred
2:04.294
+1:15.192
Ducati +750
16
750
Obrecht Sebastian
2:25.070
2 Runden
Monster
NF
3
Unger Josef
1:54.652
-
Ducati +750
NS
92
Eder Gerhard
-.---
-
Ducati +750
NS
384
Mracic Zoran
-.---
-
Ducati +750
NS
980
Wittmann Sigi
-.---
-
Ducati +750
Das nächste RTS Event
Strandpromenadenflair in der Boxengasse von Most...
...NEIN, es wurde kein Vodka eingefüllt.
Gratulation an die Crew rund um den
Veranstalter RTS. Das Wetter wechselte ständig und trotzdem brachten Heli
Scherz, Werner Luger und Mike Bürger das Event gut über die Runden. Rennstrecken
werden immer teurer, dadurch müssen immer mehr Piloten in verschiedenen Klassen
die Mieten (teilweise an die 100.000 Euro / Wochenende) bezahlen. Ein enger
Zeitplan ist die Folge und wenn dann noch Regen kommt braucht man viel Routine
und Gespür um das Event zu retten.
Die nächsten Events steigen an
unterschiedlichen Schauplätzen. Die R6 Piloten starten im Rahmen der IDM beim R6
Cup gemeinsam mit den Superstock ÖM Racern. (Erstes Juli Wochenende). Der ganze
RTS Zirkus gastiert das nächste Mal von 18.7 - 20.7 am ungarischen Pannoniaring
bei Sarvar. Neue Gesichter sind in allen Klassen herzlich willkommen. Man sollte
sich aber unbedingt vorher anmelden, da das Event bestimmt wieder ausgebucht
ist.