Es geht nicht um die Wurst sondern um eine Honda Hornet. 40 Teams waren dabei. 2 Stunden lang
MBRE 2 Stunden Rennen
Martin Bauer kennen die meisten Motorradfahrer als
erfolgreichen Rennfahrer. Letztes Jahr wurde er Meister in der höchsten
Klasse im deutschsprachigen Strassenmotorradsport - der IDM Klasse
Superbike. In die Klatsch-Gazetten schaffte er es vor ein paar Wochen
durch den Auftritt von Michael Schumacher mit der Rennmaschine aus
seinem HRP-Racing Team. Seine treuen Gäste bei den MBRE (Martin Bauer
Racing Events) kennen ihn aber schon lange als klassen Veranstalter von
Ringtagen und Hobbyrennen. Heuer gibt es erstmals eine Jahreswertung und
die gleich mit einem grandiosen Gesamtpreis - eine Honda Hornet 600 für
den schnellsten Piloten der Saison. Die ersten Punkte konnte man gleich
mal beim 2-Stunden Langstreckenrennen am Pannoniaring sammeln.
2h sind für echte Langstreckenfreaks zwar nur ein mildes Warmfahren,
für die meisten Hobbypiloten aber gerade die richtige Distanz, um ein
wenig Endurance Flair zu erleben. Die Boxenstopps müssen passen, die
Fahrerwechsel sollten reibungslos über die Bühne gehen und viele
konstant schnelle Runden sind wichtiger als eine "fastest Lap" am Limit.
Wir von 1000PS.at starteten auch wieder im Rahmen eines kleines
Büroausfluges und erweitern den Favoritenkreis beträchtlich (bei
Langstreckenrennen ist vieles möglich - zum Beispiel könnte den 13
führenden Teams der Sprit ausgehen oder ähnliches..).
Ducatisti müssen bei Langstreckenrennen oft viele Witze mit
Vorurteilen über sich ergehen lassen. Chris Ebner und Wolfgang Hüttner hielten als
Team Fixfax jedoch die Ducati Fahnen hoch. Chris mit einer 749er, Wolfgang mit
einer Monster S4RS. Gefahren wurden problemlose 55 Runden auf Rang 11.
Alle wollen sie: Die nagelneue Hornet 600. Der Hauptpreis für den
stärksten Piloten der Saison. Die Hornet hat einige flotte Piloten neu
ins MBRE Fahrerlager gelockt. Wird Sie am Ende der Saison einer der
Stammkunden oder ein "Neuer" erobern?
Kleine Schrammen sind ein Grund
aber noch lange kein Hindernis für eine Rennteilnahme. The Show must go
on.
Frage an Michael Dohr nach 45
Minuten: "Wir sind auf Platz 11 und wo liegst Du?" Michi Dohr: "In der
letzten Kurve vor Start-Ziel, die weiße Fireblade..." Alles klar..
Das Starterfeld war bunt gemischt.
600er, 1000er, die neuesten Motorräder und ein paar ältere Semester
waren auch dabei.
Der Mann links im Bild ist anders
als der Auftritt mit der kessen Sonnenbrille vermuten lässt kein
Pornostar, sondern Österreichs schnellster Fensterverkäufer. Für die Fa.
Josko macht er Hausbesuche und perfekte Beratung mit einem mörderischen
Tempo: Karl Hinterberger.
Die 1000PS Crew setzte auf aktuelle
600er Power. NastyNils (oben) fuhr die Yamaha-Cupmaschine vom
burgenländischen Yamaha Händler MPU. Beste Rundenzeit: 2:06.1
Kot setzte wieder mal auf seine geliebte, weil federleichte Honda CBR
600 RR. Diesmal in der aktuellen Hannspree Lackierung. Wie immer mit
Taferl und kompletter Serienausstattung. (An- und Abreise auf dem Motorrad.) Wie immer natürlich auch mit
serienmäßiger Fahrwerkseinstellung. Beste Zeit: 2:12.305. Der Startplatz
29 war zwar bescheiden, doch am Ende waren wir mit Rang 14 nicht
unzufrieden. Ein Tipp an alle Langstreckenpiloten von den Profis: Vor
dem Rennen auf keinen Fall 3 Gänge bei Ciao Mario einwerfen. Schmeckt
zwar gut, doch man denkt während des Rennens dann einfach zu oft ans
Putengyros oder die mächtigen Gundelpalatschinken - vor allem in den
Bremszonen.
Photos: PanPhoto
An der Spitze ging es diesmal
richtig heiß her. Einer der Titelanwärter, die Truppe vom MFC Höllenthal
rund um Heinz Diener und Dani Mähner legte sich beim Start leider ein
Ei. Als die anderen schon in die ersten Kurve bogen, versuchte Dani
Mähner sein Eisen immer noch mit gedrückten Not-Aus Schalter
anzustarten. Doch die Aufholjagd war gnadenlos und so wurde mit Platz 6
noch eifrig gepunktet. Sauschnell war auch die Bike-City Truppe
unterwegs. Peter "Pauki" Paukovitsch hatte wie immer seine Familie als
perfe-kte Boxencrew mit dabei. Die 2:00er Zeiten waren gut, der
Boxenstopp ebenso aber am Ende waren die Routiniers vom Team Reifen Ritz
noch einen Tick schneller. Die Burschen fahren seit Jahren in einer
eingeschweißten Truppe Langstreckenrennen. Fehler passieren fast nie und
gefahren wird immer sehr schnell. Diesmal sorgten kleine technische
Probleme zwar für ein paar graue Haare, doch am Ende konnte man mit 7 Sekunden
Vorsprung über den Zielstrich fahren.
Ein Anwärter auf die Hornet wäre
sicherlich auch der Wolfsberger Honda Händler Michi Dohr. Er zählt zu
den schnellsten Piloten im Feld und legte mit seiner Fireblade (mit
Licht und sonstigem serienmäßigen Ballast) beeindruckende 2:01er Zeiten
hin. Beeindruckend dann aber auch sein Abgang in der letzten Kurve vor
Start-Ziel. Er blieb ganz, die Firbelade hat nun leichte Gebrauchsspuren
- wenigstens bietet sie nun eine perfekte Basis für ein anständiges
Ringmoped. Damit kann er dann beim nächsten Event am 11. Juni noch härter
angreifen.
Video vom Bauer Langstreckenrennen
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