Ausfälle in der Aufwärmrunde und neuer Streckenrekord. Es ging rund beim
Saisonauftakt
RTS Weekeend Hungaroring
11.-13. April 2008
Ausgebucht!! Wer nicht rechtzeitig
reservierte war beim RTS Termin am Hungaroring nicht dabei. Was wird uns dann
erst auf den Lieblinsstrecken in Brünn oder Pannonia erwarten? Die Racingszene
blüht und tummelt sich gesammelt bei RTS. Doch der Auftakt sorgte für gewaltige
Sorgenfalten beim Veranstalter. Der Hungaroring war eine Baustelle und die
Organisation der Veranstaltung glich einem Spießrutenlauf. Doch den Fahrern war
es großteils egal und es wurde eifrig Gas gegeben.
RTS Weekend
1000PS Video
Wer sich das Video auf seinen Computer downloaden möchte,
klickt mit der rechten Maustaste
hier und wählt "Ziel speichern unter".
Die GSX-R Meute mischt auch im Bridgestone Cup ganz schwer
auf. Bei den 600ern muss man die Gegner mit der Lupe suchen, bei den 1000ern
machen grüne Farbtupfer die Rennen spannend.
Der Bridgestone Cup und die GSXR
Challenge werden auch 2008 wieder in gemeinsamen Rennen gestartet. Ein Rennen
für die 600er und ein Rennen für die 1000er Piloten. Bei den 600ern sind im
gesamten Bridgestone Cup beinahe nur GSX-Rs am Start. Eine ganze Armada von rund
20 GSX-R 600 kämpft also gleichzeitig um Suzuki und Bridgesonte Pokale.
Mittendrin in der Suzi Armada kämpft auch Adi Kernstock mit seiner ZX-6 um
Pokale. An der Spitze war sofort der alte Cuphaudegen Tom Moser. Auf Anhieb kam
er mit seiner GSX-R zurecht und fuhr mit 1:59er Zeiten zum doppelten Sieg. Adi
Kernstock hielt mit der ZX-6R gut dagegen und fuhr mit 2:00er Zeiten 2 Sekunden
hinter Moser durchs Ziel. Chris Ljubi fuhr ebenfalls gut, aber nicht gut genug
um ganz vorne mitzuhalten. Er war am Ende 13 Sekunden hinter Sieger Moser.
Eine gute Show gab es in der großen Klasse. Dort waren
die GSX-Rs nicht ganz so einsam unterwegs. Das Feld war bunt gemischt mit Kawas,
Ducatis, Hondas und Yamahas. an der Spitze gab es fast bis zum Schluß ein Duell
zwischen Ulbing und Pühringer. Ulbing schmiss mit seiner Kawa dem Suzuki Piloten
Pühringer bestimmt 10 mal die Türe zu und konnte am Ende auch siegen. Pühringer
konnte zwar fast genauso schnell fahren, war am Ende aber eine Sekunde hinter
Ulbing. Wir werden von den beiden sicherlich noch einige Duelle zu Gesicht
bekommen. Der Sieg von Ulbing überraschte ein wenig, da Sepp vor dem Rennen noch
kräftig am Fahrwerk seiner nagelneuen Kawa schraubte.
Bei diesem Namen fürs Motorrad
kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Bridgestone Mann Harry Kissler
ist zufrieden mit seinem Bridgestone Cup. Im 1000PS Archiv gibt es auch noch
eine gute Geschichte von Harrys letztem Renneinsatz im Jahr 2005. War ein feiner
Abflug....
Tom Moser ist zurück bei RTS
und zeigt den Gegnern, dass er nix verlernt hat. Erstes Rennen, erster Sieg!
Adi Kernstock fährt im
Bridgestone Cup gegen eine riesige GSX-R Armee.
Kernstock geht in Führung, Gutzelnig, Holzer und Baumrock
folgen.
Pos.
St.Nr.
Name
Runden
Abstand
Beste Zeit.
1
655
Kernstock Adi
12
-
1:59.010
2
9
Baumrock Herbert
12
+1.881
1:58.742
3
28
Holzer Richard
12
+15.801
1:59.589
4
63
Nagy Zoltan
12
+11.389
2:01.334
5
502
Oberhofer Jürgen
12
+13.563
2:01.546
6
710
Schnabler Rene
12
+23.870
2:03.599
7
666
Müller Nils
12
+6.520
2:04.773
8
47
Kramsec Roland
12
+14.614
2:05.671
9
4
Hull Gerald
12
+3.049
2:05.990
10
19
Schauer Wolfgang
12
+2.412
2:05.172
11
41
Weber Christian
12
+3.382
2:06.033
12
219
Hajto Christian
12
+5.592
2:06.340
13
56
Schwab Erwin
12
+0.136
2:06.508
14
619
Obermair Herbert
11
1 Runde
2:09.082
15
601
Kneisz Gerald
11
+15.943
2:09.979
16
117
Schöll Günter
11
+2.659
2:11.014
17
688
Feldinger Bernhard
11
+9.945
2:11.300
18
16
Pietsch Oliver
11
+19.345
2:13.330
NF
149
Kahr Günter
9
-
1:59.452
NF
639
Gutzelnig Reinhold
6
-
1:59.307
NF
672
Pirger Erwin
4
-
2:02.424
NF
764
Schafzahl Hannes
3
-
2:00.144
NS
62
Bergmayer Gerhard
0
-
-.---
NS
14
Schrammel Stefan
0
-
-.---
NS
17
Hinterreiter Martin
0
-
-.---
NS
677
Lang Michael
0
-
-.---
NS
43
Pirklbauer Daniel
0
-
-.---
NS
39
Fink Stefan
0
-
-.---
NS
38
Grammer Klaus
0
-
-.---
NS
18
Weirethmayer Marco
0
-
-.---
NS
624
Holzer Michael
0
-
-.---
NS
89
Lietz Peter
0
-
-.---
NS
674
Mazakarini Christoph
0
-
-.---
NS
669
Singer Gerd
0
-
-.---
NS
684
Stöbich Hermann
0
-
-.---
NS
2
Dähler Werner
0
-
-.---
NS
5
Rüegg Christian
0
-
-.---
NS
618
Ranak Michael
0
-
-.---
NS
81
Schmall Roman
0
-
-.---
Der alte Meister hätte es wissen müssen.
Lange Zeit gab Gutzelnig das Tempo vor, ging dann aber mit seinen alten und
ausgelutschten Reifen ins Kiesbett. Gutzelnig: "Eigentlich wollte ich die
ganze Saison nicht stürzen, gleich im ersten Rennen ist bitter."
Umso besser lief es dafür für den sturzerprobten Adi Kernstock vom Sommer Team.
Er holte sich den Sieg vor MPU Racer Baumrock und Bike City Boss Holzer.
Adi Kernstock, Kawasaki ZX-6R
Herbert Baumrock, Yamaha R6
Richard Holzer, Kawasaki ZX-6R
Kawasaki Cup
Wir alle lieben die nervöse Stimmung im
Fahrerlager beim ersten Rennen der Saison. Hektik und Unruhe macht sich breit.
Dort passt das Fahrwerk noch nicht, hier muss noch ein wenig geschraubt werden
und andere Piloten sind selbst noch ein wenig im Winterschlaf. Die Karten wurden
übern Winter neu gemischt. Der große Routinier, Reinhold Gutzelnig, hat gleich
beim ersten Zeittraining gezeigt, dass er noch gut in Form ist.
NastyNils: Wie kommst Du auf der Kawa
zurecht?
Gutz: Eh gut. Ist ein Motorrad mit 2
Rädern und einem Lenker. Wie andere Motorräder auch. Kein großer Unterschied.
NastyNils: Gratuliere zur Poleposition.
Warst Du schon mal hier am Hungaroring?
Gutz: Nein. Auf der neuen Strecke noch
nicht. Aber ist auch nicht anders als bei anderen Rennstrecken. Linkskurven,
Rechtskurven und ein paar Gerade dazwischen.
Klaus Grammer hat als Handicap 2
Motorräder am Start. Mit Yamaha in der ÖM und mit Kawa im Kawasaki Cup. Da kommt
Stress auf in der Boxengasse, der den Gegnern gerade recht kommt. Der Meister
vom Vorjahr wäre ja eigentlich überlegener Favorit, wenn er nicht an 2
Motorrädern arbeiten müsste. Doch im Rennen ließ er nix anbrennen. Die
Führungsarbeit in den ersten Runden überließ er Gutzelnig. Grammer studierte und
setzte sicher zum Überholmanöver an. Überraschend stark fuhr Adi Kernstock. Wie
Grammer und Gutzelnig fuhr Adi 1:57er Zeiten. Damit hat er sich ebenfalls ins
Favoritenrennen mit eingebracht.
Ich selbst kämpfte wie ein Löwe um die
Ehre des Burgenlandes. Doch gegen den Westen war kein Kraut gewachsten. Richard
Finazzer aus Tirol setzte mir im Zweikampf schwer zu und setzte in der letzten
Runde zum finalen Überholmanöver an. Hartes Duell aber auch zwischen Schweizer
und Mazakarini. Maza konnte zwar ein bisserl schneller fahren, doch er wurde
grausam von Schweizer ausgetrickst. Rang 16 für Schweizer - 1 Zehntel vor Maza.
Grammer lauert noch! Doch gegen den schlauen
Fuchs war kein Kraut gewachsen. Aber wir wissen aus der Saison 2007. Ein 0er ist
schnell geschrieben und Piloten wie Gutzelnig oder Kernstock können mit
Beständigkeit für eine Überraschung gut sein.
Pos.
St.Nr.
Name
Runden
Abstand
Beste Zeit.
1
638
Grammer Klaus
12
-
1:57.234
2
639
Gutzelnig Reinhold
12
+0.930
1:57.729
3
655
Kernstock Adi
12
+4.214
1:57.948
4
633
Hofer Hannes
12
+34.410
2:00.782
5
662
Schossmann Lukas
12
+0.752
2:00.952
6
676
Mehser Alexander
12
+3.089
2:00.194
7
624
Holzer Michael
12
+0.234
1:58.961
8
600
Auer Thomas
12
+2.720
2:01.155
9
672
Pirger Erwin
12
+6.835
2:01.188
10
669
Singer Gerd
12
+2.655
2:01.487
11
646
Finazzer Richard
12
+23.428
2:03.222
12
666
Müller Nils
12
+1.223
2:03.886
13
677
Lang Michael
12
+17.103
2:05.417
14
618
Ranak Michael
12
+9.435
2:04.647
15
684
Stöbich Hermann
12
+10.570
2:07.061
16
611
Schweizer Jürgen
12
+3.419
2:07.036
17
674
Mazakarini Christoph
12
+0.123
2:06.794
18
636
Knoll Gerhard
11
1 Runde
2:07.119
19
688
Feldinger Bernhard
11
+18.255
2:09.504
20
656
Reif Franz
11
+45.852
2:12.236
21
664
Lovecek Andreas
11
+20.831
2:13.822
22
616
Reif Michael
10
1 Runde
2:25.308
NF
699
Palmetshofer Christian
7
-
2:08.472
NF
619
Obermair Herbert
6
-
2:08.690
Großes Gelächter bei der
Kawasaki Crew. Vermutlich wird gerade über die Rundenzeiten von NastyNils
gesprochen. Kawasaki hat ein eigenes Motorrad für gaststartende Journalisten
vorbereitet und wirft bei jedem Rennen einen anderen Schreiberling der tobenden
Menge zum Fraß vor.
Gute Laune auch bei den
Mechanikern. Die Stimmung im Kawasaki Cup ist auch im 6. Jahr immer noch
perfekt.
Der harte Kern der Kawasaki
Cup Truppe bei der Siegerehrung. Der Importeur schickt eine gut gelaunte
Mitarbeiter Truppe zu jedem Rennen. Die Fahrer werden von Kawa und Pirelli gut
betreut und die Stimmung passt.
1. Klaus Grammer (Team Lietz),
2. Reinhold Gutzelnig (Team Lietz), 3. Adi Kernstock (Team Sommer). Anmerkung
Marcus Pohl von Kawa Österreich: "Der Kawa Cup sorgte an diesem Wochenende
für die schnellsten Markencup-Rundenzeiten!" Anmerkung von Martin Wiesner:
"...auf Pirelli Reifen..."
Der Steier Rene Veit ließ sich in der Klasse
Superbike nicht in die Suppe spucken. Milovanovic fuhr zwar eine schnellere
Rundenzeit, lag am Ende aber 4 Sekunden hinter R1 Pilot Veit. Pech für Sepp
Unger. Er war mit seiner mörderisch aufgebauten R1 gut im Rennen musste aber mit
einem Reifenschaden an die Box. Onkel Lu tobte: "Mit einer Ducati wäre das nicht
passiert..."
Die KTM Piloten gehen in eine
spannende Saison. Komplett neues Motorrad, kein Know-How im Fahrerlager und
große Erwartungen der Zuschauer. Die orangen Bikes ziehen viele Blicke an.
Ein gut ausgerüsteter
Rennstrecken-Freak besticht vor allem durch makellose Kleidung. Zerschlissene
Jean ist Pflicht, mörderische Schlapfen ebenso wie eine hochglänzende Brille.
1. Rene Veit in der Mitte, Milanovic links und Ulbing rechts.
KTM RC8 gegen Honda CBR 1000 RR lautete das Duell von der
ersten bis zur letzten Kurve im Mittelfeld. Der weiße Krieger hat seine kante
erst letzte Woche vom Händler abgeholt und stand serienmäßig mit Licht am Start.
Pos.
St.Nr.
Name
Abstand
Beste Zeit.
1
36
Veit Rene
-
1:55.457
2
51
Milovanovic Milos
+4.451
1:54.010
3
120
Ulbing Josef
+12.451
1:56.468
4
131
Lanzinger Walter
+57.188
2:00.667
5
90
Schöll Rudolf
+6.494
2:01.625
6
647
Sailer Alex
+10.591
2:02.029
7
76
Steiner Herfried
+2.293
2:02.565
8
6
Kürzl Andreas
+0.160
2:02.768
9
663
Solderits Thomas
+3.483
2:03.331
10
283
Gams Herbert
+1.627
2:02.611
11
661
Frey KarlHeinz
+0.045
2:03.261
12
92
Eder Gerhard
1 Runde
2:08.487
13
137
Dorner Günter
+10.107
2:09.645
14
42
Ganter Martin
+32.868
2:11.084
NF
111
Klambauer Andreas
-
1:56.721
NF
5
Dorner Manfred
-
2:08.084
NF
3
Unger Josef
-
1:56.550
NS
67
Knobloch Günther
-
-.---
NS
62
Bergmayer Gerhard
-
-.---
NS
236
Schmid Yves
-
-.---
NS
133
Laus August
-
-.---
NS
356
Obrecht Karl
-
-.---
NS
275
Koch Manfred
-
-.---
NS
888
Sibilla Piero
-
-.---
NS
13
Meklau Andreas
-
-.---
ÖM Superstock 1000
OSK und RTS können stolz sein auf die
Meisterschaft der Saison 2008. Beim ersten Rennen stehen 30 Starter auf der
Liste und vor allem die echt hohe Dichte an der Spitze begeistert die Zuseher.
Überflieger war natürlich IDM Star Andy Meklau mit seiner perfekt aufgebauten
Suzuki GSX-R 1000. Der Rundenrekord vom Hungaroring (den er selbst vor einem
Jahr hier aufgestellt hat) wurde schon im Zeittraining pulverisiert. Meki kann
im 2. Jahr mit seiner aktuellen Suzuki auf ein fix fertiges Motorrad
zurückgreifen und steht nun schon da, wo andere Piloten erst zur Saisonmitte
stehen werden. Überraschend für viel die guten Zeiten von Reiterlehner. Denn
während IDM Pilot Knobloch doch noch mit Abstimmungsproblemen an seiner 1098R zu
kämpfen hatte, fuhr Reiterlehner schon im Training auf einem respektablen 1:54er
Niveau. Cool auch der Auftritt von Roland Resch mit seiner 750er GSX-R. Er fuhr
irre Linien, irre Schräglagen, irre Slides und gute Rundenzeiten im Feld der
1000er. Die Liste der Toppiloten ist jedoch noch lange nicht zu Ende. Heli
Schleindlhuber, Rossival Agostan, Michael Richter, Herbert Pölzleitner, Rene
Veit, Günter Sendlhofer und natürlich die RC8 Piloten Blechinger und Mühlberger
sind sicherlich noch für viele schnelle Rennen gut.
Sehr schade finden wir alle die
Verletzung von Mundl Jetschko. Er war bei den ersten Trainings im Winter mit der
neuen CBR 1000 RR leider zu ehrgeizig unterwegs und wird vermutlich den ersten
Teil der Saison pausieren müssen. Denn im ansonsten sehr bunt gemischten
Spitzenfeld, sind Hondas leider Mangelware. Doch evtl. kann sich Joey Pernutsch
mit seiner CBR 1000 RR nach seiner Pause noch steigern.
Christian Zwedorn vom österreichischen
Honda Importeur besuchte die Veranstaltung auf alle Fälle mal als Zaungast und
war vom üppigen Fahrerlager beeindruckt. Mal sehen was sich Honda für die Saison
2009 so alles einfallen lässt...
Das
Rennen lief an der Spitze erstmal ab wie erwartet. Andy Meklau prügelte seine
Suzuki GSX-R 1000 in einer eigenen Liga von Bestzeit zu Bestzeit. Doch dahinter
die Überraschung. Herbert Reiterlehner aus der Hobbyracingszene bietet dem IDM
Crack Knobloch rundenlang Paroli. Reiterlehner ging sogar and Knobi vorbei
musste aber 2 Runden später nach einem Rutscher bei einer Bodenwelle ins Kies.
Die Rundenzeiten von Reiterlehner waren aber auf alle Fälle schwer in Ordnung.
Wenn er diese Leistung in den nächsten Rennen sicher ins Ziel bringt, ist er ein
heißer Titelkandidat. Ebenfalls stark war der junge Ungar Rossivall der durch
die Meklausche Schule ging. Er fuhr inter Knobi ins Ziel. Resch Roland fuhr mit
seiner 750er GSX-R mit 1:54er Zeiten mitten in den Pulk der 100er. Nach dem
Rennen wurde Meklau wegen eines nicht regelkonformen Hecks disqualifiziert. Andy
Meklau: "Die Disqualifikation geht natürlich in Ordnung. War mir schon vorher
bewusst, dass das Heck aus meinem IDM Motorrad nicht ins ÖM Regewerk passt. Das
Rennen war trotzdem ein gutes Training für uns. Die Veranstaltung hat mich
insgesagt sehr beeindruckt. Viel los!"
Insgesamt war das 1000er Feld beim ersten Rennen extrem dicht. Meklau und Knobi
werden vermutlich nicht die ganze Saison dabei sein und es wird spannend werden
wer von den Stammpiloten zur Krone greift.
Sendlhofer blieb im ersten
Rennen noch hinter seinen Möglichkeiten. Doch er wird in den nächsten Wochen in
seiner Deluxe-Box am Pannoniaring campieren und beim nächsten Rennen mit einem
Topgerät am Start stehen.
Pech für Reiterlehner. Er
hielt mit seiner 1098R Ducati den IDM Piloten Knobloch in Schach und ging zu
Boden. Ganz starke Rundezeiten von Reiterlehner!
Mit Streckenrekord und ganz
ohne Gefahr zum Sieg. Andy Meklau. Er fuhr das Rennen nur zu Trainingszwecken
und wurde danach wegen eines nicht erlaubten Carbonhecks disqualifiziert.
Die erste Pole des Jahres schnappte sich
Klaus Grammer auf seiner Yamaha R6 fürs Team Lietz. Er überraschte die Gegner
mit einer Zeit von 1:55! Bei seinem R6 Projekt läuft zur Zeit scheinbar alles
richtig und seine Crew von Fritze-Tuning arbeitet sauber, zielstrebig und
erfolgreich. Könnte schwer werden für die Gegner wenn Grammer schon beim ersten
Rennen sein Motorrad so gut im Griff hat. Auch beim Rennen war für Grammer keine
Gefahr. Peter Lietz hat sich zwar in den letzten Jahren zu einem Toppiloten
gesteigert, kann gegen den Meister Grammer aber nix ausrichten. Doch die
Verfolger hatte Lietz gut im Grif. R6 Cup Pilot Weirethmayer Marco konnte in der
ÖM mit seinem Cupgerät seine Klasse ausspielen. Doch anders als im Cup montierte
er in der ÖM hinten den derzeit überlegenen Pirelli Diablo Supercorsa. Generell
waren die R6-Cup Piloten gut im Rennen. Mit Serienfahrwerk inmitten der
Öhlinsgeräte zeugt von einer guten Serienbasis. Roland Schuch, Platz 9: "Das
Serienfahrwerk ist gut, die Dunlop Reifen sind auch OK aber in der ÖM fehlen uns
Cup Piloten dann halt doch ein klein wenig auf die Öhlins Racer mit den
Pirellis!"
Dank des Yamaha
Cups ist nun auch die ÖM dicht besetzt. Yamahas dominieren das Starterfeld und
auch die erste Reihe. Klaus Grammer steht mit seiner Stocksport R6 auf Pole, vor
der Ducati von Teamkollegen Peter Lietz. Dann schon die ersten R6-Cup Fahrer
ohne Öhlins und Co.
Bei Klaus Grammer
passte alles. Die Maschine wurde von Fritze-Tuning optimal aufgebaut und Grammer
hat sich gewissenhaft aufs erste Rennen vorbereitet. Peter Lietz folgte dem
alten Fuchs Grammer ein paar Runden, musste ihn dann aber ziehen lassen.
Schön zu sehen, dass auch das
Mittelfeld durch einige Yamaha-Cup Piloten aufgefettet wurde. Die Burschen
wissen genau: Nur mit vielen Renneinsätzen wird man schneller.
Die Sieger ÖM Superstock 600
Klaus Grammer, Yamaha R6
Peter Lietz, Ducati 749 R
Marco Weirethmayer, Yamaha R6
Pos.
St.Nr.
Name
Runden
Abstand
Beste Zeit.
1
38
Grammer Klaus
12
-
1:56.748
2
89
Lietz Peter
12
+6.052
1:57.184
3
18
Weirethmayer Marco
12
+3.937
1:57.787
4
25
Gaisbauer Georg
12
+10.337
1:58.879
5
35
Kemmer Herbert
12
+1.307
1:58.011
6
66
Klepatsch Mario
12
+1.783
1:58.319
7
14
Schrammel Stefan
12
+4.791
1:58.491
8
2
Auer Robert
12
+9.258
1:58.546
9
11
Schuch Roland
12
+9.746
2:00.469
10
674
Pelzl Klemens
12
+6.765
2:00.544
11
39
Fink Stefan
12
+1.735
2:01.367
12
177
Haslmair Hannes
12
+4.529
2:01.379
13
633
Hofer Hannes
12
+0.141
2:00.824
14
46
Sendlhofer Michael
12
+0.935
2:01.355
15
71
Berghammer Thomas
12
+1.535
2:02.064
16
600
Auer Thomas
12
+0.563
2:00.911
17
44
Hintersteininger Thomas
12
+18.133
2:02.354
18
8
Ebner Christian
12
+2.442
2:02.693
19
75
Schneider Karl
12
+9.265
2:03.469
20
15
Bukovsky Ondrej
12
+6.743
2:04.757
21
31
Milos Nesic
11
1 Runde
2:08.013
NF
149
Kahr Günter
5
-
1:59.209
NF
13
Schmall Christian
0
-
-.---
NS
6
Fleiss Gottfried
0
-
-.---
NS
12
Mayrhofer Josef
0
-
-.---
NS
21
Pradier Sylvain
0
-
-.---
NS
29
Baumgartner Thomas
0
-
-.---
NS
69
Dafflon Willy
0
-
-.---
Yamaha R6 Dunlop Cup
Der Kärntner Stefan Schrammel siegt trotz
Sturz beim ersten Lauf vor Mayrhofer Josef. Die hart erkämpften Punkte werden
aufgrund des Rennabbruchs jedoch nur halb gewertet.
Was für eine beeindruckende Kulisse.
Insgesamt 49 Piloten haben sich beim Yamaha R6 Dunlop Cup angemeldet, eine neue
R6 samt Cup-Kit bestellt und die Reise zum ersten Rennen am Hungaroring
angetreten. Bis zum ersten Rennen haben es dann aber "nur" mehr 42 Piloten
geschafft. Einige Motorräder wurden schon vorher den Göttern des Kiesbettes
geopfert um sie gnädig zu stimmen. Richtig lässig auch die Dichte an der Spitze.
Einen Favoriten zu nennen ist auch nach dem ersten Zeittraining nicht möglich.
Weirethmayer Marco fuhr mit 1:58,0 zwar eine super Pole Zeit, aber bis Rang 8
finden sich mit 1:58er, 1:59er und 2:00er Zeiten einige weitere Piloten mit
Siegambitionen. Meinen 31. Rang im Zeittraining wertete ich schon als gewaltigen
Erfolg.
Das Rennen selbst war eines der
ganz verrückten Sorte. Gestartet wird pünktlich in die Aufwärmrunde und das
gewaltige Starterfeld schießt auf identischen Motorrädern auf die erste Runde
zu. Ein Rosenkranz am Lenker wäre angebracht gewesen, denn schon in der ersten
Kurve ging es wild zur Sache. Einige Burschen haben die Aufwärmrunde mit der
letzten Runde verwechselt und flogen ins Out. Eine Kurve später der nächste
Sturz. War irre! Zurück am Start gab es dann Verzögerungen wegen der
Aufräumarbeiten und Rennleiter Heli Scherz packte in der Zwischenzeit den
zweiten Doppler Baldrian. Dann endlich der Start ins verkürzte Rennen mit 10
Runden und es schien alles gut zu laufen. Als sich die hektische Stimmung
endlich beruhigte der nächste Schocker! Ein Reh schoss auf die Strecke und
spielte mit den Streckenposten Katz und Maus. Rennleiter Heli Scherz vielen
seine letzten paar Locken aus und die roten Flagge wurde geschwenkt. Ich bin mir
nicht ganz sicher ob die Führenden Schrammel und Mayrhofer die roten Flaggen
registrierten - sie schossen sich jedenfalls ins out und sorgten für Arbeit für
die Mechaniker. Auf der Ergebnisliste taucht Schrammel trotzdem als Sieger vor
Mayrhofer auf. Denn beim letzten Zieldurchlauf vor Rennabbruch waren die beiden
noch im Sattel.
Pech für die routinierten
Piloten Gaisbauer, Schuch, Schmall und Klepatsch. Sie fuhren ebenfalls
spitzenmäßige Rundenzeiten und hätten zum Ende des Rennens gerne noch ein wenig
mitgespielt an der Spitze.
Ich selbst bin mit meinem ersten Yamaha
Cup Einsatz ebenfalls nicht unzufrieden. Sepp Unger bereitete das
Journalistenbike in Rekordtempo vor und von den insgesamt 49 genannten Piloten
war ich am Ende auf Rang 27. Klaus Grammer relativiert: "Von den 49 genannten
Piloten haben ja nur 35 den Zielstrich beim ersten Rennen gesehen. Der Rest viel
schon in den Tagen zuvor oder in der Aufwärmrunde aus. Außerdem wurdest Du
erbärmlich innen ausgebremst und sogar das flüchtende Reh lief schneller als Du."
Als Retourkutsche erinnerte ich Klaus an seinen vergessenen Zündschlüssel für
den Kawa-Tankdeckel. Sein Mechaniker Manuel hatte wieder Arbeit mit dem senilen
Rennfahrer.
Klaus Grammers Tipp an die jungen
Heissporne: "In der 3. Runde sind harte Überholmanöver überflüssig. Da
gustiere ich lieber die Linie vom Gegner und schlage dann so, wenn die Zeit
gekommen ist. Schon in Runde 3 bei einem Zweikampf den Gegner in den Kies zu
fahren, zeugt von wenig Racingreife."
In der MPU-Box gibt es täglich
ein 3-gängiges Menü. Kein Wunder, dass die Piloten alle so schnell sind. Kein
Wunder aber auch, dass Sepp Unger alle Eisen so schwer tunen muss - bei den
mächtigen Wampen der Rennfahrer.
Die Aufwärmrunde forderte
einige Opfer!
Heli Scherz ist am Ende.
Zuerst will die OSK die Rennen wegen der gefährlichen Baustellenmauer an der
Zielgeraden nicht starten lassen. In einer Nachtschicht wird die Mauer
geschliffen und die Rennen wurden gestartet. Und dann die Action beim
Yamaha-Cup.
Vollste Konzentration beim
Start...
Pole-Mann Weirethmayer stürzt
in Runde 3. Nun kommt Stress auf, da er auch in der ÖM noch starten möchte.
Pech für den weitgereisten
Mann aus Vorarlberg. Durch den Sturz in Training kommt er zu keiner gezeiteten
Runde und muss unverrichteter Dinge wieder die lange Heimreise antreten. Wir
wünschen viel Glück beim nächsten Lauf!
Die Ergebnisliste wird
herumgereicht. Der 1. Cup Lauf wird mit halber Punktezahl gewertet.
Mario Klepatsch: "Hab mir
schon gedacht, dass die zwei Heisssporne an der Spitze das Rennen nicht
durchfahren werden. Hab mich deshalb in den ersten Runden zurückgehalten. War
leider Pech, dass es zum Rennabruch kam"
Teilweise glich der Ring einem Slalomkurs. 3 Ausfälle in der
Aufwärmrunde, dann noch 3 Ausfälle beim Rennen. Fritz Schwarz zur Aufwärmrunde:
"Beim nächsten Lauf in Most wird es eine einstündige Fahrerbesprechung geben.
Ich bin seit 24 Jahren im Rennsport und hab schon viel erlebt. Aber so ein
Verhalten bei der Aufwärmrunde ist echt nicht nötig!"
Die Duelle in den Punkterängen waren hart. Thomas Baumgartner
kam in der Aufwärmrunde zu Sturz und fuhr beim Rennen mit Startnummer 29 auf
Rang 10. Erich Kopatschka (21) jagt die 48 erfolgreich. Am Ende vor Dominik
Gstettner auf auf Rang 9.
Der wahre Sieger lächelt, die Pokalempfänger
mit steinerner Miene. Der Ersatzteilumsatz beim ersten Cup-Lauf kann sich sehen
lassen, Sieger und Nummer 2 schossen sich in in Runde 4 nach Rennabbruch ins
out.
Hans Zimmermann: "Wir freuen uns über das tolle Starterfeld und den großen
Ehrgeiz der Piloten. Doch der Übermut in der Aufwärmrunde war unnötig."
In der Ducati Challenge wird wie in den
letzten Jahren auch in 3 Klassen gefahren. Gut besucht ist die Klasse Superbike
mit vielen 1098ern aber auch noch einigen 999ern und sogar eine heilige 916er
wurde gesichtet. Eigentlich nur zum Training standen Pölzleitner Herbert und
Günther Knobloch mit ihren 1098er R am Start. Pölzleitner warf in guter
Tradition seine Duc in den Kies. Mittlerweile war er 3x in Budapest und hat 3x
eingeworfen.
So schien alles nach einer gemütlichen
Siegesfahrt für IDM Pilot Günther Knobloch aus. Doch die alte aber richtig gute
999er von Sepp Unger schob sich immer näher an Knobi ran. Dann ein komplett
respektloses Überholmanöver und der vermeintliche Hobbyracer ging schonungslos
vorbei. Knobi fährt kurz darauf mit Bremsproblemen an die Box und gibt sich
zerknirscht. Denn auch er wurde das Gefühl nicht los, dass im Sattel der MPU
Maschine nicht Sepp Unger selbst sondern ein anderer steirischer IDM Pilot im
MPU Leder saß. Tja. Was wäre das Fahrerlager ohne die kindlichen Duelle der
erwachsenen Männer. Für Gesprächsstoff war auf alle Fälle gesorgt.
Gut lachen hatte so August Laus. Sauber
und fehlerlos fuhr er mit seiner 1098er R mit 1:57er Zeiten an den Sieg und
hielt sich aus den Spielerein der IDM Cracks heraus.
Eine Augenweide...
Die Ducatisti gehen das
Wochenende etwas gemütlicher an. Genießen, gustieren und ein paar geile Runden
fahren..
Die alte aber sauschnelle
999RS von Sepp Unger brachte Knobi zur Verzweiflung. Im Sattel eine steirische
Ducati-Legende.
Knobi hat zu Saisonbeginn noch
viel zu tun. Die Ducati 1098R ist ein tolles Motorrad aber erst muss Know-How
gesammelt werden. Bei den ersten Rennen könnte es schwer für den ehrgeizigen
Steirer werden. Roland Schuch holt sich auf alle Fälle mal Tipps vom ehemaligen
R6 Piloten für seinen Einsatz beim R6-Cup.
Trotz Trubel, Motorengehäule
und Baulärm war Zeit für Ruhe..
....und Romantik!
Von 13.-15. Juni gastiert der ganze RTS Zirkus auf der
tschechischen Rennstrecke in Most. Voranmeldung ist auf alle Fälle erforderlich.
Diesmal war RTS bereits einige Tage vorm Event ausgebucht. Wird wieder eine
tolle Show. 1000PS berichtet wieder ausführlich.