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Beim Kawasaki Cup Warmup im Rahmen der Artbauer Ringtage am
Pannoniaring kam es zum ersten Treffen vom alten Hasen mit dem jungen
Racingnachwuchs. Alles orientierte sich beim ersten Rollout natürlich an
Vorjahressieger Klaus Grammer. Ich selbst war ebenfalls draußen auf der
Strecke als Grammer auf die Piste ging. Hinter ihm ein Schwarm von
Rundenzeitenparasiten. Alle wollten sie seine Geheimnisse sehen, alle
wollten ihm Sekunden abschnorren. Mit dabei natürlich auch der Meister
aus den 90ern. Gutzelnig war schnell wieder in Schuß und klebte an
Grammers Hinterrad. In der Boxengasse machten schon die ersten Gerüchte
die Runde. "Gutzelnig fuhr gerade 2:01!", raunte es durch die
Boxengasse. Natürlich hatte niemand eine Stoppuhr bei der Hand, doch
gute Gerüchte sorgen nun einmal für gute Gespräche.
Grammer über Gutzelnig: Der Gutz fährt noch immer wie damals.
Erinnert mich ein wenig an Mick Doohan. Ziemlich aufrecht am Motorrad
sitzend, wenig Hangoff aber komplett seitlich mit der inneren Schulter
nach vorne. Die aufrechte Sitzposition gibt ihm viel Gefühl fürs
Motorrad und lässt ihn schnell die Linie korrigieren, allerdings muss er
dadurch bei gleichem Kurvenspeed mehr Schräglage fahren als Piloten mit
starkem Hangoff.
NastyNils: Angst?
Grammer: Nein! Er hat mich in meinem Leben schon so oft hergebrannt,
da ist mir heuer auch schon alles egal.
Gutzelnigs Auftritt hat jedoch auch andere erfahrene Racinghaudegen
von früher hervorgelockt. Bei der Messe in Wien wurde ein amtsbekannter
Honda-Cup Gegner von Gutzelnig vorstellig. Alois Turic von Kawasaki
Österreich berichtet von einem klingenden Namen der österreichischen
Racingszene. Beim Termin in Most soll es angeblich zum Showdown der
alten Kontrahenten kommen.
Bei einer solchen Ansammlung von Routiniers werden natürlich auch die
jüngeren Piloten in den Reihen dahinter sofort hungrig. Gutzelnig gibt
schon nach den ersten Runden Tipps an seine Team-Lietz Kollegen.
Großes Fragezeichen sind bei
vielen Boxengassengesprächen natürlich die vielen neuen Piloten im Cup.
Die Bikecity geht mit einer Partie junger und komplett neuer Rennfahrer
in die Saison. Doch untalentiert dürften sie nicht sein. Holzer Michael
zum Beispiel war bisher 2x am Pannoniaring und fährt schon 2:09er
Zeiten.
Ganz neu ist auch das Team Singer
aus Salzburg. Die grüne Truppe rund um Gerd Singer fährt viel Motorrad
hat viel Routine und hat in erster Linie mal viel Spaß auf der Strecke.
Wenn nebenbei ein paar Pokale übrig bleiben hat aber niemand was
dagegen.
Nicht überschätzen sollte man das
Journalistenteam. Es wird zwar in Most von der oben genannten Racinglegende
unterstützt, ansonsten dürften NastyNils, Jeff Assna und Gaststarter Didi Berger
aber nur im Mittelfeld zu finden sein. Doch wir fahren natürlich aus rein
journalistischen Gründen und ganz ohne Ehrgeiz mit...
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